Polizeimeldungen Polizei Münster
Polizist erschießt 37-jährigen Angreifer in Gelsenkirchen

Münster (ots) - Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Essen, der Polizei Gelsenkirchen und der Polizei Münster

Montag, 06.01.2020, 13:15 Uhr

Ein 37-jähriger Gelsenkirchener wurde Sonntagabend (5.1., 19.41 Uhr) in
Gelsenkirchen vor der Polizeiwache-Süd am Wildenbruchplatz durch Schüsse eines
Polizisten getötet.

Nach ersten Erkenntnissen soll der Gelsenkirchener vor der Wache mit einem
Knüppel auf einen geparkten Streifenwagen geschlagen haben. Im weiteren Verlauf
soll er dann mit einem Messer hantiert und zwei 23 und 41 Jahre alte Polizisten
bedroht haben. Zudem gehen die Ermittlungsbehörden Hinweisen nach, wonach der
37-Jährige dabei die Worte "Allahu Akbar" ausgerufen haben soll.

Die Einzelheiten dieses Geschehensablaufes, insbesondere ob und in welcher Weise
- am Tatort wurde ein Messer gefunden - der Mann die Beamten angegriffen hat,
ist Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens. Als gesicherte Erkenntnis darf
gegenwärtig davon ausgegangen werden, dass der 23-Jahre alter Polizeianwärter
insgesamt vier Schüsse auf den Mann abgegeben hat, die zu dessen unmittelbaren
Tode führten. Auf Grund der möglichen Äußerung des geschiedenen türkischen
Staatsbürgers bewertete die Polizei Gelsenkirchen den Angriff als Anschlag. Der
Getötete ist bei der Polizei wegen mehrerer Gewalttaten, unter anderem wegen
Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, bereits bekannt. Den Ermittlungsbehörden
liegen auch Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Gelsenkircheners vor.
Die Ermittlungen, insbesondere zu einem möglichen Motiv, dauern an.

Noch in der Nacht durchsuchten Spezialeinheiten der Polizei die Wohnung des
37-Jährigen in Gelsenkirchen. Die Durchsuchung hat - vorbehaltlich der noch
ausstehenden Auswertung von Datenträgern - bisher die anfängliche Vermutung
einer terroristischen Motivation nicht erhärtet.

Die Einsatzführung hat das zuständige Polizeipräsidium Münster übernommen. Die
notwendigen Ermittlungen zur Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs werden aus
Gründen der Neutralität beim Polizeipräsidium Krefeld geführt.

Medienauskünfte erteilt Oberstaatsanwältin Anette Milk unter der Telefonnummer:
0201 803-2525

Original-Content von: Polizei Münster, übermittelt durch news aktuell

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