„Elefantenrunde“ in der Stadthalle
Große Bühne fürs „Sofa-Kino“

Ahlen -

Die drei Ahlener Bürgermeisterkandidaten Heinrich Artmann, Dr. Alexander Berger und Hermann Huerkamp stellten sich bei der „Elefantenrunde“ teils kritischen Fragen.

Dienstag, 08.09.2020, 18:33 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 10:21 Uhr
In mehreren Durchgängen kamen bei der „Ahlener Elefantenrunde 2020“ auch Gäste zu Wort, die zu speziellen Themenbereichen geladen worden waren. Die Wortwechsel in der Stadthalle wurden per Livestream im Internet übertragen, so dass alle, die keinen der begrenzten Zuschauerplätze bekommen hatten, die Chance zum Zusehen hatten.
In mehreren Durchgängen kamen bei der „Ahlener Elefantenrunde 2020“ auch Gäste zu Wort, die zu speziellen Themenbereichen geladen worden waren. Die Wortwechsel in der Stadthalle wurden per Livestream im Internet übertragen, so dass alle, die keinen der begrenzten Zuschauerplätze bekommen hatten, die Chance zum Zusehen hatten. Foto: Ulrich Gösmann

Auch wenn nur 100 Gäste – „vielleicht sind es auch ein, zwei mehr“, wie VHS-Leiterin Nadine Köttendorf einleitend mit einem Lächeln konkretisierte – im großen Saal der Stadthalle zugegen waren, so war das Interesse an der „Ahlener Elefantenrunde“, die traditionell den letzten öffentlichen Schlagabtausch vor den Bürgermeisterwahlen darstellt, deutlich größer. Messbar groß durch das erstmalige Angebot eines Live­streams über die Internetplattform „Youtube“. So ließ „Regisseur“ Stefan Braunsmann schon kurz nach Ende der Veranstaltung wissen, dass am Montagabend zu Spitzenzeiten 1200 Zuschauer in die Übertragung klickten und den Wortwechsel im „Sofa-Kino“ womöglich sogar um einiges entspannter als die Stadthallenbesucher verfolgten. Diejenigen, die sich in den Stunden danach und auch in den kommenden Tagen noch einmal anschauen, wie sich die drei Bürgermeisterkandidaten Heinrich Artmann, Dr. Alexander Berger und Hermann Huerkamp mit kritischen Fragen und Themen auseinandersetzten, sind folglich noch nicht eingerechnet.

Sitzfleisch als Qualitätsmerkmal

Braunsmann bediente die professionelle Schalttechnik sehr routiniert, schließlich hatte die Generalprobe bereits gut geklappt und die Übertragung der Diskussion mit den Parteienvertretern in der Vorwoche viel Lob geerntet. Auch wenn da bei weitem nicht so viele Zuschau­er stream­ten wie diesmal.

Denjenigen, die dennoch die Präsenz im Stadthallensaal vorzogen, wurde vor allem Sitzfleisch abverlangt, denn schon nach der vorausgegangenen Filmeinspielung mit der Straßenbefragung und der ersten Fragerunde zum Themenkomplex Jugend, Freizeit, Kultur und Bildung mit vier SV-Vertretern des Städtischen Gymnasium war die Regie eine gute Viertelstunde im Zeitplan zurück.

Dennoch: Als die facettenreiche Runde nach fast dreieinhalb Stunden mit Nicole Köttendorfs Bitte um Verständnis wieder auseinanderging, waren die meisten der besagten „102 Besucher“ noch am Start. „Danke, dass Sie so lange durchgehalten haben“, freute sich die VHS-Chefin auch im Namen ihrer beiden Co-Moderatoren Maria Kessing und Peter Harke.

Unterstützung bei den Fragerunden leisteten erneut Vertreter von Vereinen, Verbänden oder Institutionen. Lasse Meiwes stoppte die Uhr, wobei die Gesprächsleiter sich gegenüber den Protagonisten auf der Bühne zum Teil großzügig zeigten, wenn der eine oder andere mal seine Redezeit überzog.

Da angesichts der inhaltlichen Fülle bis auf zwei Zuschauerfragen keine Zeit mehr für die Behandlung weiterer Einsendungen oder Publikumsbeiträge blieb, sollen diese nun per Mail von den Adressaten beantwortet werden.

Der Livestream der „Elefantenrunde 2020“ ist noch für einige Tage unter www.vhs-ahlen.de abrufbar.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7573624?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F7491863%2F
Nachrichten-Ticker