Seniorenbeirat zum Marktplatz
Platz der „kleinen Schritte“

GReven -

Klare Kante des Seniorenbeirates: „Die politischen Vertreter schieben die Verantwortung auf die Verwaltung, die Verwaltung schiebt sie auf die Politiker. Dadurch vergeht viel Zeit und der Marktplatz bleibt vielen Senioren unerschlossen“, heißt es in einem Schreiben.

Montag, 22.05.2017, 20:32 Uhr aktualisiert: 22.05.2017, 20:40 Uhr
Eine Gasse vor dem Café Mandala ist nach Ansicht des Seniorenbeirates nicht genug, um Menschen mit Rollstuhl oder Rollator eine Nutzung des Marktplatzes zu ermöglichen.
Eine Gasse vor dem Café Mandala ist nach Ansicht des Seniorenbeirates nicht genug, um Menschen mit Rollstuhl oder Rollator eine Nutzung des Marktplatzes zu ermöglichen. Foto: oh

In einem Schreiben an den Bürgermeister und an die Fraktionsvorsitzenden der im Rat der Stadt Greven tätigen Parteien hat der Seniorenbeirat ausführlich zu der Situation am Marktplatz Stellung genommen und auch eine Empfehlung zur barrierefreien Gestaltung abgegeben.

Hauptkritikpunkt in diesem Schreiben war die Bestuhlung vor dem Bistro Mandala. Der Vorschlag des Seniorenbeirats: eine Tisch- und Stuhlreihe an der Hauswand des Bistros könne bleiben, alle andren Tische und Stühle sollen auf das historische Pflaster. Auch beim Café Liesenkötter müsse auch noch etwas nachgebessert werden. „Leider ist die Gasse vor dem Bistro Mandala nicht breit genug, weil zwei Tischreihen an der Hauswand stehen. Hiervon konnten sich die Ausschussmitglieder für Stadtentwicklung und Umwelt bei einem Ortstermin selbst überzeugen“, heißt es in einer Presseinformation des Beirates.

Im Bericht dieser Zeitung vom 20. Mai „Eine Gasse soll´s richten“ habe man den Eindruck gewinnen können, „dass sich einige der politischen Vertreter unserer Stadt den Marktplatz schönreden“, schrieben die Seniorenvertreter. „Auch der Seniorenbeirat freut sich über den schönen Platz, aber er setzt sich auch für die vielen Bürger ein, die auf Rollstuhl und Rollator angewiesen sind und den Platz meiden, weil sie keine Möglichkeit haben, diesen zu überqueren.“

Bei den Gesprächen des Beirates mit den zuständigen Entscheidungsträgern (Politik/Verwaltung) habe nicht geklärt werden können, wer für die „unzureichende barrierefreie Begehung des Marktplatzes“ verantwortlich ist. „Die politischen Vertreter schieben die Verantwortung auf die Verwaltung, die Verwaltung schiebt sie auf die Politiker. Dadurch vergeht viel Zeit und der Marktplatz bleibt vielen Senioren unerschlossen. Verantwortung hin, Verantwortung her, nun sollten sich die beiden Gremien (Verwaltung und Politik) zusammensetzen und die Empfehlung des Seniorenbeirats nicht nur teilweise sondern ganz umsetzen“, heißt es im Schrieben des Beirates.

Auch für die beiden Markttage sei eine Lösung im Sinne der älteren Mitbürger möglich. Gerne sei der Seniorenbeirat bereit, die politischen Parteien und die Verwaltung in der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Der Seniorenbeirat merkt positiv an, dass die Betreiber des Bistros Mandala und des Cafés Liesenkötter konstruktiv an einer Lösung des Problems mitarbeiten.

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