Einklang-Philharmonie spielt Beethovens Achte
Das Hohelied des Humors

Greven -

Die Einklang-Philharmonie unter der Leitung von Joachim Harder bringt am 1. Juni um 20 Uhr nicht nur Beethovens Achte mit ins Ballenlager, sondern auch ein verrückt-virtuoses Posaunenkonzert des schwedischen Komponisten Christian Lindberg – und der weiß, wie man das Publikum zum Fliegen bringt.

Freitag, 26.05.2017, 07:00 Uhr
Die Einklang-Philharmonie unter der Leitung von Joachim Harder bringt am 1. Juni um 20 Uhr nicht nur Beethovens Achte mit ins Ballenlager, sondern auch ein verrückt-virtuoses Posaunenkonzert des schwedischen Komponisten Christian Lindberg – und der weiß, wie man das Publikum zum Fliegen bringt.
Die Einklang-Philharmonie unter der Leitung von Joachim Harder bringt am 1. Juni um 20 Uhr nicht nur Beethovens Achte mit ins Ballenlager, sondern auch ein verrückt-virtuoses Posaunenkonzert des schwedischen Komponisten Christian Lindberg – und der weiß, wie man das Publikum zum Fliegen bringt. Foto: Alfred Riese

Man kennt ihn ja nicht anders: grimmig, knurrig, bärbeißig – so sieht Ludwig van Beethoven auf beinahe allen Porträtbildern aus. Dass er aber auch komisch, ja sogar humorvoll sein kann, hat er in seiner achten Sinfonie hinlänglich unter Beweis gestellt. Die Achte, unverdientermaßen auch die „kleine Sinfonie“ genannt, ist ein Lehrstück des musikalischen Humors, originell, witzig im Detail und voller ungewohnt leiser Töne.

Joachim Harder und seine famose Einklang-Philharmonie (für Alle) bringt dieses eher selten gehörte Stück auf die Ballenlager-Bühne und schreibt in der Einladung dazu: „Beethovens 8. Sinfonie gehört mit ihrer heiteren Ausstrahlung und feurigen Vitalität zu den wenigen Orchesterwerken des Genies aus Bonn, bei denen die Stirn der Hörer sich nicht automatisch in heroische Falten legen muss.“

Es mag ja sein, aber vielleicht ist es auch nur eine romantische Grille, dass Beethoven seine achte Sinfonie auch in verliebter Hochstimmung geschrieben hat – obwohl die Klassiker sich ja eigentlich nie von persönlichen Gefühlen leiten ließen. Eigentlich, denn zur gleichen Zeit wie die Achte schrieb Beethoven auch den berühmten, nie abgeschickten Brief an „Die unsterblich Geliebte“. Und auch darin offenbart sich ein ganz anderer Beethoven, wie dieser kleine Ausschnitt zeigen mag: „Deine Liebe macht mich zum Glücklichsten und zum Unglücklichsten zugleich. In meinen Jahren jetzt bedürfte ich einiger Regelmäßigkeit, Gleichheit des Lebens. Kann diese bei unserem Verhältnis bestehen? Engel, eben erfahre ich, dass die Post alle Tage abgeht. Welche Sehnsucht mit Tränen nach dir – dir – dir – mein Leben – mein Alles. Leb wohl, oh liebe mich fort, verkenne nie das treuste Herz deines Geliebten Ludwig.“

Idyllisch beginnt das Programm am Donnerstag, 1. Juni, mit Emmanuel Chabriers Suite Pastorale, einem zarten Farbenspiel mit unterhaltsam-eingängigen Melodien. Seine bezaubernd idyllische und beschwingte „Suite pastorale“ hat Chabrier selbstironisch als „vier Tutus für Orchester“ bezeichnete.

Im Mittelpunkt des Abends aber steht die Posaune von Jeffrey Kant. Der erst 24-jährige Holländer ist bereits Soloposaunist im Sinfonieorchester des WDR. Er meistert das verrückt-virtuose Posaunenkonzert des musikalischen Tausendsassas Christian Lindberg aus Schweden, das erst vor zwei Jahren komponiert wurde und vom Solisten akrobatische Virtuosität und Ausdauer verlangt. Jeffrey Kant, darauf kann man wetten, wird die Zuhörer von den Stühlen reißen.

Vorher aber gibt es, ab 19.15 Uhr, einen Einführung in das Konzert; Joachim Harder und Jeffrey Kant laden dazu in die Kulturschmiede ein.

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Die Karten (Vorverkauf 18 (ermäßigt zehn) Euro, (Abendkasse 20 Euro), gibt es online über: www.philharmonie-muenster.de oder konventionell bei Kramer und Löw, Marktstraße 28, ' 02571/97129 und Greven Marketing, Alte Münsterstraße 23, ' 02571.1300

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