Gesamtschülerinnen fahren zum Wettbewerb
In Berlin geht es jetzt ums Ganze

Greven -

Wenn einer eine Reise tut – muss er vorher gründlich planen. Erst recht, wenn er nicht alleine fährt, sondern mit der ganzen Klasse. Dieser Herausforderung stellten sich nun fünf Schülerinnen der Klasse 7a der Gesamtschule Greven. Für ihre virtuelle Planung wurden sie nun ausgezeichnet.

Dienstag, 30.05.2017, 18:08 Uhr aktualisiert: 30.05.2017, 18:10 Uhr
Urkunden und 200 Euro für die Klassenkasse sind dem Quintett schon sicher. In Berlin geht es ab Donnerstag beim „Bundeswettbewerb Finanzen“ um noch höhere Geldpreise.  
Urkunden und 200 Euro für die Klassenkasse sind dem Quintett schon sicher. In Berlin geht es ab Donnerstag beim „Bundeswettbewerb Finanzen“ um noch höhere Geldpreise.   Foto: oh

Sie bereiteten eine virtuelle Klassenfahrt vor, inklusive Gründung einer Schülerfirma (quasi das Reisebüro), Aufstellung eines Einnahme- und Ausgabenplans und umfangreicher Dokumentation. Der Lohn der Mühe: Amira Arabi, Ina Kölker, Hannah Pawlowska, Kristin Schulze Höping Pellengahr und Lara Steltenkamp sind zur Finalrunde des „Bundeswettbewerbes Finanzen“ nach Berlin eingeladen worden. Am Donnerstagmorgen geht es los, dann können die Schülerinnen mit ihrer Teilnahme an einem Wirtschaftsplanspiel in der Hauptstadt (in neu zusammengesetzten Gruppen) noch mehr Geld für die Klassenkasse erwirtschaften, als die 200 Euro, die ihnen jetzt schon sicher sind.

Die virtuelle Firma taufte das Quintett (betreut von Klassenlehrerin Kristin Engelhardt) in Anlehnung an die tatsächliche Schüler-Firma (Auszeit) auf den Namen „Reisezeit“. „Wir haben schon relativ lange überlegt, welchen Namen wir nehmen sollen“, sagt Ina Kölker, die auch das Firmenlogo gezeichnet hat.

Das virtuelle Reiseziel: kurioserweise Berlin, fünf Tage lang. Den Wirtschaftsplan dafür empfanden die Mädchen als gar nicht so schwierig. Was eine Zugreise für 30 Jugendliche nebst Begleitung, die Übernachtung in Vierbett-Zimmern in einem Hostel und der Eintritt in die Sehenswürdigkeiten der Stadt kostet, ließ sich per Internet-Recherche klären, wie Amira Arabi berichtet. Zudem wurden Finanzierungsvorschläge erarbeitet: Kuchenverkauf (Amira: „Das haben wir dann auch wirklich umgesetzt“), und ein Konzert spülten „Geld“ in die Kasse. So landeten die Planerinnen am Ende bei einem Pro-Kopf-Reisepreis von etwas mehr als 200 Euro. „Eine Punktlandung“, freut sich Sandra Rindelhardt, stellvertretende Schulleiterin. Dieser Preis passe in den Rahmen echter Klassenfahrten. Die Teilnahme am Wettbewerb sei für die Schülerinnen auch deshalb wertvoll, „weil es manchmal sehr üppige Vorstellungen davon gibt, wo es hingehen soll“. Die Realität – das wissen die Siebtklässlerinnen spätestens jetzt – ist komplizierter.

Auch Lehrerin Kristin Engelhardt freut sich über den Erfolg der Mädels, denn sie hätten „nicht nur im Unterricht gearbeitet, sondern auch viel Zeit außerhalb der Schule investiert.“.

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