Cosimo Palomba wird Erster Beigeordneter
Mann von der Ruhr gewählt

Greven -

Greven hat wieder einen Ersten Beigeordneten. Cosimo Palomba, derzeit Fachbereichsleiter in Ennepetal, hat sich bei der Wahl im Rat gegen den Grevener Elmar Wimber mit 22 zu 17 Stimmen durchgesetzt.

Mittwoch, 05.07.2017, 20:00 Uhr
Glückwünsche für den neuen Beigeordneten, Dank an den Mitbewerber: Bürgermeister Peter Vennemeyer mit Elmar Wimber und Cosimo Palomba (von links).
Glückwünsche für den neuen Beigeordneten, Dank an den Mitbewerber: Bürgermeister Peter Vennemeyer mit Elmar Wimber und Cosimo Palomba (von links). Foto: Peter Beckmann

Cosimo Palomba heißt der neue Erste Beigeordnete und Stellvertreter des Bürgermeisters. Mit 22 Stimmen hat der Rat den 53 Jahre alten Verwaltungsfachmann aus Ennepetal am Mittwoch in geheimer Wahl zum Nachfolger von Wolfgang Beckermann gewertet. 17 Stimmen entfielen auf seinen Konkurrenten, den Grevener Elmar Wimber.

Zwei bestens qualifizierte Bewerber waren es, die sich am Mittwoch im Rat präsentierten, versprach Headhunter Edmund Mastiaux, de r die beiden Kandidaten aus 36 Bewerbern herausgepickt hat. Elmar Wimber, Vorsitzender des Grevener Tennisclubs Rot-Weiß, ist Diplomverwaltungswirt und seit vielen Jahren Beauftragter unter anderem für den Haushalt und das Gebäudemanagement bei der Bezirksregierung Münster. Dort ist er Chef von 85 Mitarbeitern und muss einen Haushalt von 1,3 Milliarden Euro im Blick haben. Er warb für sich mit intimen Grevenkenntnissen und dem dezenten Hinweis: „Sie entscheiden, ob ein Beigeordneter gewählt wird, der exzellente Beziehungen zur Bezirksregierung, zum Land und zur kommunalen Familie hat.“

Sein Konkurrent Cosimo Palomba, der dem Vernehmen nach vor allem von der CDU, den Grünen und Reckenfeld direkt unterstützt worden ist, arbeitet bereits im Rathaus. In der 30 000-Einwohnerstadt Ennepetal verantwortet der Verwaltungswirt und Master of Business Administration den Fachbereich Bildung, Kultur und Sport, war aber auch schon Leiter eines Jobcenters. Er wohnt in Wetter und ist dort CDU-Fraktionsvorsitzender und Stadtverbandsvorsitzender und hat als CDU-Mann bereits einmal in Schneverdingen für das Amt des Bürgermeisters kandidiert, ist dort allerdings seiner SPD-Konkurrentin unterlegen. Verspricht das eine gedeihliche Zusammenarbeit mit einem SPD-Bürgermeister? Im Gespräch mit der Lokalzeitung gibt er sich überzeugt. Erstens sei er kein Mensch, dem Parteibücher besonders wichtig seien. „Und der Bürgermeister ist der Chef“, betont er.

Allerdings fehlt es dem neu gewählten Beigeordneten mit italienischem Vater und deutscher Mutter nicht an Selbstbewusstsein. Das zeigte seine Vorstellung im Rat. „Ich habe mich vom Azubi bis ins Top-Management meiner Verwaltung in Ennepetal vorgearbeitet“, betonte er. „Ich habe Spaß an der Entwicklung von Kommunen.“ Im Gespräch nach der Wahl gestand er, dass dies auch die Motivation war für seine Bewerbung für Greven. „Ennepetal schrumpft“, räumte er unumwunden ein. „Dort spricht man nicht über Aufbruch.“ In Greven dagegen könne und müsse man visionär arbeiten. Und dafür, so versprach Palomba, werde er einen langen Atem mitbringen. „Ich stehe für eine Wiederwahl zur Verfügung“, sagte der neue Beigeordnete, der zunächst auf acht Jahre gewählt ist. Auf jeden Fall will Palomba, der geschieden ist und zwei Kinder hat, nach Greven ziehen. Denn eines gefällt dem Radsportliebhaber an der Stadt ganz besonders: „Hier kann ich ganz toll Fahrrad fahren.“

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