Maue Nachfrage nicht nur in Reckenfeld
Ferienangebote fallen aus

Reckenfeld -

So richtig erklären kann es sich keiner. Manche Ferienangebote im Rahmen von Check-in sind gut nachgefragt, andere hingegen nur sehr spärlich frequentiert. Liegt es an zu geringer Werbung für die Aktionen?

Freitag, 21.07.2017, 08:49 Uhr
Bogenschießen war eigentlich immer sehr beliebt bei der Jugendarbeit Reckenfeld. In diesem Jahr wird das Angebot voraussichtlich ausfallen müssen.
Bogenschießen war eigentlich immer sehr beliebt bei der Jugendarbeit Reckenfeld. In diesem Jahr wird das Angebot voraussichtlich ausfallen müssen. Foto: ros

Die Indianerwoche der Reckenfelder Jugendarbeit ist mit 25 Anmeldungen ausgebucht. „Die haben wir selbst organisiert und beworben, das läuft nicht zentral“, betont Michael Bünger von der Reckenfelder Jugendarbeit. Bei den übrigen Angeboten, die im Rahmen des Stadt-Ferienprogramms „Check-in“ beworben worden sind, sieht es dagegen düster aus: Der Waldaktionstag wird mangels Nachfrage ganz ausfallen, und ob das Filmprojekt und das Bogenschießen nächste Woche stattfinden werden, ist ungewiss. „Für das Filmprojekt haben wir erst zwei Anmeldungen“, sagt Jessica Böker von der Jugendarbeit Reckenfeld. „Sonst war das immer überbucht.“ Ähnlich die Lage beim Bogenschießen.

Woran liegt die mangelnde Nachfrage? Die Reckenfelder Jugendarbeiter glauben nicht, dass sich der Geschmack der Jugendlichen binnen eines Jahres so deutlich geändert hat. Sie vermuten, dass die Verteilung des Programmheftes für die Ferienangebote „Check in“ nicht so gut geklappt hat wie sonst. „Vielleicht war es zu früh.“ Dafür spricht, dass auch andere Anbieter über mangelnden Zuspruch klagen. „Über die Schiene Check in haben wir kaum Anmeldungen“, sagen etwa Nadine Fernandez von der Tanzbühne und Peterson Querubin vom Fitness-Studio Impuls, die ebenfalls Ferienkurse anbieten. Alle Anbieter würden gerne wieder zu dem Ferienkisten-System zurückkehren, das vor einigen Jahren aufgegeben wurde. Damals hat sich die Stadt um die komplette organisatorische und finanzielle Abwicklung der Anmeldungen gekümmert. „Das bedeutete für uns Verlässlichkeit“, sagt Michael Bünger. „Die Leute hatten bezahlt, und dann sind sie auch gekommen.“

Doch die Rückkehr zu diesem System wird es nicht mehr geben, betont Beate Tenhaken, zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus. Man habe von der Gemeindeprüfungsanstalt Hinweise bekommen, dass sich der Aufwand, der damit verbunden sei, nicht rechtfertigen lasse. „Wir haben als Stadt eigentlich viel zu viel gemacht“, glaubt sie heute. Sie wehrt sich auch dagegen, mangelnde Nachfrage auf Fehler bei der Programmverteilung zu schieben. „Check in ist in allen Klassen vorgestellt worden. Das ist eine enorme Serviceleistung.“

Letztendlich, so betont Tenhaken, stünde es eben in der Verantwortung der Veranstalter, auch für ihr Programm zu werben. Auch die Frage, was ein Angebot an Teilnehmergebühr koste, müsse vielleicht betrachtet werden. Und letztendlich sei es immer die Kunst, den Nerv der Jugendlichen auch zu treffen. Tenhaken: „Aber die Aussage, dass die Stadt zu wenig für die Check-in-Angebote werbe – die kann ich so nicht gelten lassen.“

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