Das Rennen der Redakteure
In einem Rutsch – das ist selten

Greven -

Die Lokalredaktion wollte es einmal selbst ausprobieren: Wie schnell schafft man es vom Grevener Rathaus zum Prinzipalmarkt in Münster? Der Termin war gesetzt: Ein Montagmorgen – außerhalb der Ferien – um 8 Uhr. Peter Beckmann fuhr am Rathaus mit seinem Auto vor, Martin Weßeling kam zu Fuß und wollte mit der Bahn fahren. Und Günter Benning hatte sein E-Bike mitgebracht, um auf einer Velo-Route die Strecke zu absolvieren.

Freitag, 21.07.2017, 14:35 Uhr

Da steigt einer in sein Auto, fährt von Greven nach Münster, ignoriert die Stauansage, kommt mit einem Rutsch an den Baustellen der Steinfurter Straße durch. Dann erwischt er eine grüne Welle und landet auf einem schönen Plätzchen vor dem münsterischen Dom. Ist das normal?

Als unsere Redaktion ihren Mobilitätstest von Rathaus zu Rathaus machte, ist es Montagmorgen, 8 Uhr. Peter Beckmann im Pkw fährt den Pokal ein. Das Rennergebnis: Der Pkw siegt mit 13 Minuten Vorsprung vor dem Bahnfahrer und Fußgänger. Der Radler landet trotz anständigen Tempo-Durchschnitts nur auf Platz 3 und braucht 53 Minuten, auf der Veloroute zwischen den Städten.

Wobei man relativieren mus: 26 Minuten für die Strecke ist vermutlich nicht zu toppen. Und nicht zu jeder Zeit zu wiederholen, schon gar nicht im dicksten Berufsverkehr. Beim Startschuss unserer Tour um 8 Uhr saßen wohl die einen gerade an ihren Schreibtischen, die anderen noch am Kaffeetisch.

Trotzdem zeigt sich: die unterschiedlichen Verkehrsmittel liegen in ihrer Effektivität nicht sehr weit auseinander. Zumal sie unterschiedliche Nachteile haben: Bahnfahrer müssen noch laufen oder Bus fahren, Autofahrer brauchen Parkplätze. Extrem-Radler eine Dusche. Für jeden sprechen jeweils gute Argumente.

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