Im Auto
Ohne jeden Stau durch die Stadt

Vielleicht war die Zeit optimal gewählt zwischen 7-Uhr- und 9-Uhr-Stau: Peter Beckmann kam flott von Greven nach Münster.

Samstag, 22.07.2017, 08:00 Uhr
Der Beweis: Genau 26 Minuten hat es gedauert, um mit dem Auto vom Rathaus Greven zum alten Rathaus in Münster zu kommen.
Der Beweis: Genau 26 Minuten hat es gedauert, um mit dem Auto vom Rathaus Greven zum alten Rathaus in Münster zu kommen. Foto: Peter Beckmann

Morgens früh mit dem Auto nach Münster? Meine Begeisterung hielt sich wahrlich in Grenzen. Denn wie oft habe ich mich schon gefreut, dass mein Arbeitsplatz am selben Ort ist, an dem ich wohne. Ich habe mich gefreut, dass ich nicht Tag ein, Tag aus mich in den Stau einreihen muss und doch nur meterweise voran komme. Und dann das.

Es geht gut voran, am Montagmorgen um 8 Uhr. Start am Grevener Rathaus, einmal Kreisverkehr und ab auf die ehemalige B 219. Beim Blick in den Spiegel bin ich zum ersten Mal irritiert. Denn die Autoschlange, die bei meiner Durchfahrt des Kreisels von der Molkereikreuzung kommend warten muss, folgt mir nicht, die Auto biegen alle in die Rathausstraße ein. Erst später kann ich mir denken, warum.

Gut: Der Weg nach Münster geht ziemlich locker über die Bühne. Vor mir routinierte Pendler, die irgendwo bei 80 und 90 Stundenkilometern vor sich hin dämmern und selbst bei Tempo 70 ihren Turn weiter fahren.

Dann Münster, Grevener Straße. Die Schranken sind unten, ich ahne, dass ich wohl als letzter am alten Rathaus ankommen werde. Denn: Nur ein Stückchen weiter Baustelle an Baustelle, einspurig. Jetzt weiß ich, warum die anderen Fahrer in Greven vermutlich über die Schifffahrt nach Münster fahren.

Doch: Es rollt, und zwar ohne Probleme. Gut, ich rege mich natürlich auf über die chronischen Linksfahrer, die irgendwann in fünf Kilometer links ab müssen und sich deshalb nicht trauen, auf die rechte Spur zu wechseln. um dort weiter zu schleichen.

Aber es läuft, der Verkehr fließt. Grevener Straße, Steinfurter Straße, am Schlossplatz vorbei, abbiegen zur Aegidi-Straße – bei der ersten Grünphase sogar, und dann ab zum Domplatz. Parkplätze in Hülle und Fülle (obwohl Send ist) und dann zu Fuß zum alten Rathaus. Gerade einmal 26 Minuten habe ich benötigt, habe brav die Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten – von den Kollegen weit und breit nichts zu sehen.

Satte 13 Minuten später taucht der Bahn-Martin auf. Und der E-Bike-Günter lässt so lange auf sich warten, dass wir uns schon Sorgen machen.

Auto 1, Bahn 2, E-Bike 3 – das werden alle, die sich für eine umweltschonende Fortbewegung einsetzen, nicht gerne hören. Aber: Vielleicht war es die falsche Zeit für den Test, vielleicht war der dickste Berufsverkehr schon weg. Oder: Der große Stau im morgendlichen Berufsverkehr ist auf dem Schifffahrter Damm. Wer weiß das schon . . .

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