Integration von Geflüchteten
Arbeit ist einer der Schlüssel

Greven -

Welche Herausforderungen stellen sich aktuell bei der Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund in Arbeit und betriebliche Ausbildung in Greven? Dieser Frage widmete sich der Workshop „Integrationskonzept der Stadt Greven: Teilkonzept Arbeit und betriebliche Ausbildung“, der nun im Rathaus stattfand.

Sonntag, 23.07.2017, 16:58 Uhr aktualisiert: 23.07.2017, 17:00 Uhr
Peter Vennemeyer (am Rednerpult) begrüßte rund 50 Teilnehmer beim Workshop im Rathaus der Stadt Greven.  
Peter Vennemeyer (am Rednerpult) begrüßte rund 50 Teilnehmer beim Workshop im Rathaus der Stadt Greven.  

Bürgermeister Peter Vennemeyer begrüßte rund 50 Teilnehmende. Unter ihnen befanden sich Vertreter von Unternehmen, von der Arbeitsmarktförderung und der beruflichen Bildung, von Beratungsstellen, von Kammern und Berufsverbänden, von Trägern der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe, von der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe, von den Ratsfraktionen, vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Steinfurt und von in Greven lebenden Geflüchteten.

„Die breite Beteiligung der unterschiedlichen Akteursgruppen machte die Veranstaltung zum Erfolg, denn Integration kann nur als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gelingen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Mitarbeiter der Agentur für Arbeit Rheine, des Jobcenters Kreis Steinfurt und der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf gaben zunächst einen Überblick über die zentralen Förderinstrumente und Maßnahmen zur Integration in Arbeit und Ausbildung. Im Anschluss brachten die Teilnehmer ihr Praxiswissen in themenbezogen Arbeitsgruppen ein und diskutierten unter anderen folgende Fragen: Wie können lange Wartezeiten bis zur Aufnahme eines Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses gewinnbringend genutzt werden? Was braucht es für eine gelebte Willkommenskultur in Betrieben? Welche Grenzen gibt es bei der Vermittlung in Arbeit und Ausbildung?

Die Teilnehmer teilten ihre jeweiligen Perspektiven mit und machten deutlich, dass die Integration in Arbeit und Ausbildung alle Beteiligten vor Herausforderungen stellt. Arbeitgeber müssen sich in der Fülle an Fördermaßnahmen und rechtlichen Voraussetzung zurechtfinden, Geflüchtete und ihre ehrenamtlichen Paten brauchen einen langen Atem bei der Anerkennung oder dem Nachholen von Ausbildungsabschlüssen.

Genauso deutlich machten die Teilnehmer aber auch das große Engagement und die große Motivation, Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund in Arbeit und Ausbildung zu integrieren und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Stadtverwaltung wird die Ergebnisse gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe auswerten und in Abstimmung mit den beteiligten Akteuren Maßnahmen erarbeiten und ihre Umsetzung initiieren.

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