Uwe Völkel will nicht Superintendent werden
„Ich bin so gern Gemeindepfarrer“

Reckenfeld -

Uwe Völkel, Gemeindepfarrer in Reckenfeld, ist Stellvertreter der schwer erkrankten Superintendentin Meike Friedrich. Ihr Nachfolger aber will er nicht werden.

Dienstag, 25.07.2017, 19:00 Uhr
Will Gemeindepfarrer bleiben: Uwe Völkel bewirbt sich nicht um das Amt des Superintendenten.
Will Gemeindepfarrer bleiben: Uwe Völkel bewirbt sich nicht um das Amt des Superintendenten. Foto: Stefan Bamberg

Sie ist seit vielen Monaten krank – und nun hat Meike Friedrich, Leiterin des Kirchenkreises Münster, ihren Rücktritt erklärt. Bis zur Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin führt Uwe Völkel, wie schon in den vergangenen Wochen, die Geschäfte. Für das Amt des Superintendenten aber möchte er sich nicht bewerben. „Ich habe in den vergangenen Monaten gemerkt, dass ich so gerne Gemeindepfarrer bin“, sagt er.

Derzeit allerdings muss er sein Engagement im Ortsteil auf Sparflamme fahren, denn war er früher vielleicht einmal in der Woche in Münster, ist er nun fast jeden Tag vor Ort. Schließlich ist er kommissarischer Vorgesetzer von 73 Pfarrern, Entscheidungen sind zu fällen, auch wenn ihn ein Team dabei unterstützt. „Aber ich versuche, auf jeden Fall den Kontakt zur Gemeinde zu halten“, berichtet er. Er kümmert sich nach wie vor um die Konfirmanden, demnächst fährt er mit ihnen ins Sommerlager nach Südnorwegen. Und predigt so oft wie möglich. „Ich habe in diesem Sommer auch relativ viele Trauungen gemacht“, sagt er. „Denn das ist planbar.“

Für alles, was nicht planbar ist, Beerdigungen beispielsweise, aber auch für Alten- und Frauenarbeit, hat Völkel eine kompetente Vertretung. „Pfarrerin Anke van de Pohl hat ihre Stelle aufgestockt und ist jetzt mit 100 Prozent hier in der Gemeinde“, erläutert der Pfarrer.

Bei der Herbstsynode des Kirchenkreises im Herbst soll nun eine neue Leitung für den Kirchenkreis Münster gewählt werden. Dann rückt Völkel wieder ins zweite Glied. „Ich bin bis 2020 gewählt“, erläutert er. Und er möchte bis dahin sehr gerne dieses Amt ausfüllen, denn gewisse Leitungsaufgaben reizen ihn schon. „Es gibt viele interessante Dinge und man kommt mit anderen Ebenen in Berührung, etwa der Landeskirche“, sagt er. Auch seine Aufgaben in der Pfarrerfortbildung und im Gesundheitsmanagement des Kirchenkreises locken ihn. „Das habe ich jetzt erst mal delegiert.“

Den Schwerpunkt seiner Arbeit aber sieht er künftig wieder in seiner Gemeinde, der Kontakt in und nach den Gottesdiensten, die Vielfalt der Gemeindearbeit, die Freude und das Leid, das man teilen kann. Völkel: „Das ist es, was ich in Zukunft möchte.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5034211?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker