Ingeborg Gretchen Gernard feiert Geburtstag
Ein Reckenfelder Urgestein wird 90

Reckenfeld -

Ingeborg Gretchen Gernard ist ein Reckenfelder Urgestein. Jetzt ist sie 90 Jahre alt geworden.

Mittwoch, 09.08.2017, 16:00 Uhr aktualisiert: 11.08.2017, 15:52 Uhr
Glückwünsche für eine bekannte Reckenfelderin:  Fritz Hesse überbrachte Ingeborg Gretchen Gernard geb. Stäblein im Namen der Stadt Blumen und gratulierte gemeinsam mit drei der vier Töchter der Jubilarin.
Glückwünsche für eine bekannte Reckenfelderin:  Fritz Hesse überbrachte Ingeborg Gretchen Gernard geb. Stäblein im Namen der Stadt Blumen und gratulierte gemeinsam mit drei der vier Töchter der Jubilarin. Foto: Rosemarie Bechtel

Das Wohnzimmer von Ingeborg Gretchen Gernard hat sich zu ihrem 90. Geburtstag in ein Blumenmeer verwandelt. Nur gut, dass die Töchter eine riesige Kaffeetafel vorbereitet haben. Ständig klingelt es an der Haustür, viele wollen der bekannten Reckenfelderin zum Geburtstag gratulieren.

Geboren wurde die Jubilarin als eines von vier Kindern in Greven. 1933 zog die Familie nach Reckenfeld. Ihre Eltern waren Hermann und Auguste Stäblein. „Der Name meiner Mutter ist hier im Ort als Gründerin der Arbeiterwohlfahrt bekannt. Sogar eine Straße wurde nach ihr benannt“, erzählt die 90-Jährige.

Sie selbst ist nicht minder bekannt, denn von 1956 bis 1971 führte sie gemeinsam mit ihrem Mann Artur einen Wäschereibetrieb an der Bahnhofstraße, in dem Haus, in dem heute Physiotherapeut Bernd Hanneken wirkt. „Sonnenwäscherei Gernard“ hieß das Geschäft, und die Wäsche kam von der Offi-zierswache in Handorf. „Aber wir hatten auch viel private Kundschaft bis Münster hinein“, erinnert sich Ingeborg Gernard. Harte Arbeit war das schon, auch wenn große Waschmaschinen und Trockner und eine große Mangel parat standen. „Ich habe diese Arbeit immer gerne gemacht, aber als es die Gesundheit nicht mehr zuließ, haben wir den Betrieb aufgegeben.“ Die vier Töchter, die aus der Ehe hervor gingen, sollten ihre eigenen Wege gehen und sich nicht gezwungen sehen, den Betrieb zu übernehmen.

Die gelernte Hauswirtschafterin, die von vielen nur „Inge“ genannt wird, kann bis heute nicht verstehen, wenn jemand sagt, dass er nicht gerne bügelt. „Mir hat es immer Spaß gemacht, doch jetzt geht es nicht mehr.“ Genauso wie Sticken und Nähen nicht mehr von der Hand gehen. Aber die Jubilarin hat tatkräftige Unterstützung. Was im Einzelnen getan werden muss, regelt die geistig fitte Jubilarin allerdings nach wie vor selbstständig. Und wenn es die Tagesverfassung zulässt, ist sie mit ihrem Scooter unterwegs, zum Markt und in die örtlichen Geschäfte. Da trifft sie dann auch viele bekannte Gesichter.

Eines davon ist Fritz Hesse. Der SPD-Ratsherr aus Reckenfeld war zum Gratulieren bei den Gernards vorbeigekommen und überbrachte im Namen der Stadt Greven Grüße und Blumen und schloss sich damit den Glückwünschen der vier Töchter, der fünf Enkel und neun Urenkel an.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5067012?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker