Diamantene Hochzeit im Hause Holtgrefe
Der Trainer und sein Fundament

Reckenfeld -

Rudi Holtgrefe war viele Jahre Trainer und Obmann beim SCR, seine Frau Elli hat ihn dabei immer unterstützt: Jetzt feiert das Ehepaar sein 60. Ehejubiläum.

Donnerstag, 10.08.2017, 18:00 Uhr aktualisiert: 11.08.2017, 15:52 Uhr
Wirklich eine Diamanthochzeit? Elli und Rudi Holtgrefe wirken so fit, als würden sie grade die Goldhochzeit feiern. Ernst Reiling gratulierte für die Stadt Rainer Holtgrefe (links)freut sich mit seinen Eltern.
Wirklich eine Diamanthochzeit? Elli und Rudi Holtgrefe wirken so fit, als würden sie grade die Goldhochzeit feiern. Ernst Reiling gratulierte für die Stadt Rainer Holtgrefe (links)freut sich mit seinen Eltern. Foto: Rosemarie Bechtel

Das Schild mit der 60, das über dem Hauseingang an der Sperlingsgasse 11 hängt, weist auf ein besonderes Ehejubiläum hin. Wer Elli und Rudi Holtgrefe sieht, mag kaum glauben, dass sie schon das Diaman-tene Ehejubiläum feiern. „Optisch“ traut man ihnen eher die Goldene zu.

Schon auf der Straße erzählt eine Passantin: „Ach ja, der Rudi, der hat so viele Jugendmannschaften beim SCR gegründet.“

Dem kann der offizielle Gratulant der Stadt Greven, Ernst Reiling, nur zustimmen. Kaum hat er dem Jubelpaar gratuliert, schwelgen die beiden Herren schon in Erinnerungen an alte Zeiten.

Fünfzig Jahre war Rudi Holtgrefe als Jungendobmann und Trainer beim SCR aktiv. „Bei ihm habe ich Disziplin gelernt, und wenn ich mal ein paar neue Fußballschuhe brauchte, besorgte die der Rudi auch“, so Reiling. „Er hat Reckenfeld geprägt. Das ging allerdings nicht ohne das Fundament der Frau“, lobte er das Paar.

Ehefrau Elli hatte kein Problem mit dem zeitaufwendigen Hobby ihres Gatten. „Ich hatte meine Bekannten, den Garten und die Kinder, und ich habe 26 Jahre in der heutigen Erich- Kästner-Schule geputzt“, erzählt sie mit einem Lächeln.

Elli Holtgrefe stammt aus Insterburg und kam mit ihren Eltern über Umwege nach Castop-Rauxel, wo sich das Paar 1956 beim Tanz gleich ineinander verliebte. Der Reckenfelder lebt seit 1939 im Ort, machte hier seine Tischerlehre bei Hermann Röber. „Am Tag der Prüfung habe meine ersten drei Glas Bier getrunken“, erzählt er lachend. Und die Wirkung ist ihm gut in Erinnerung geblieben. Später hat er in Ahlen als Bauschreiner gearbeitet und kam danach über einen Bekannten nach Castop-Rauxel, wo er eine Zeit lang in der Zeche arbeitete. Später zog das junge Paar nach Reckenfeld, heiratete vor 60 Jahren amtlich in Greven und im November in der Franziskuskirche. „Es hat an beiden Terminen gegossen wie aus Eimern“, erzählt Ehefrau Elli.

Ein schlechtes Ohmen war das offensichtlich nicht, wie man an den glücklichen und zufriedenen Gesichtern sehen kann. Sohn und Tochter und fünf Enkelkinder freuen sich mit dem Paar über das nicht alltägliche Ehejubiläum, das am Samstag dann auch noch im größeren Familienkreis gefeiert wird.

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