Bücherei St. Franziskus
Leserattenfänger gesucht

Reckenfeld -

Die Bücherei St. Franziskus hat ab Donnerstag wieder wie üblich geöffnet. ute Kintrup vom Team wünscht sich dringend mehr ehrenamtliche Mitstreiter, vor allem für die Leseförderung.

Mittwoch, 30.08.2017, 07:00 Uhr aktualisiert: 31.08.2017, 10:07 Uhr
Sucht weitere Mitstreiter:  Ute Kintrup gehört seit rund 40 Jahren zum Team der Franziskus-Bücherei.
Sucht weitere Mitstreiter:  Ute Kintrup gehört seit rund 40 Jahren zum Team der Franziskus-Bücherei. Foto: Monika Gerharz

Die Ferien gehen zu Ende, die Sommerschmöker sind ausgelesen – Zeit für Lesefutter-Nachschub. Und den gibt es ab Donnerstag wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten in der öffentlichen katholischen Franziskus-Bücherei am Kirchplatz 8. Ute Kintrup vom Büchereiteam hat für die Nachferienzeit übrigens einen großen Wunsch: „Wir brauchen mehr Mitarbeiter, vor allem solche, die Lust haben auf die Arbeit mit Kindern.“

Für eine Stadtteilbücherei ist die Bibliothek im Untergeschoss des Gemeindehauses recht gut ausgestattet. 2300 Medien umfasst sie – und dabei soll es auch bleiben, denn Aktualität ist wichtiger als Menge. „Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, alte Bücher auszuräumen und neue zu kaufen“, betont Ute Kintrup. Für Ladenhüter ist nicht nur der Platz zu schade – die Bücherei hat auch einen Ruf bei ihren rund 800 Lesern zu verlieren. Anhand der Ausleihzahlen wird laufend überprüft, was stark nachgefragt ist und was kaum genutzt wird. Entsprechend wird aussortiert. „Dadurch sind unsere Kunden oft erstaunt und meinen: Ihr habt ja lauter aktuelle Bücher“, schmunzelt Ute Kintrup.

Überhaupt bemüht sich die Bücherei, up to date zu sein – mit Literaturkreis, regelmäßigem Bücherflohmarkt und pädagogischen Angeboten. Nur bei der Ausleihe geht es noch recht altmodisch zu: Man arbeitet wie vor 60 Jahren mit Karteikarten, einen Computer gibt es – noch – nicht. „Unsere jüngeren Teammitglieder wünschen sich den“, weiß Ute Kintrup. Aber die Älteren sind eher zufrieden, dass bisher für den elektronischen Kollegen noch kein Geld da war.

Apropos jüngere Mitarbeiter: Ute Kintrup sucht ganz dringend Leseratten, die andere begeistern können und wollen, und zwar vor allem für die pädagogische Arbeit mit Kindergärten und der Schule. „Wir bieten Bibfit, den Bibliotheksführerschein des Borromäusvereins, an“, erläutert Ute Kintrup, dass sich das Team bemüht, die Bücherei für Kinder und Jugendliche attraktiv zu machen. „Aber wir haben zu wenig Leute dafür.“ Dabei sei der Aufwand „ganz überschaubar“. Aber junge Mütter, die früher Interesse an solchen Projekten gehabt haben, seien wegen der zunehmenden Berufstätigkeit der Frauen nur schwer zu finden. „Als ich jung war, freute man sich, wenn man rauskam und andere Leute traf“, schildert sie die Anfänge des Bibliotheksteams. Viele der 15 ehrenamtlichen Mitarbeiter stammten noch aus der Anfangszeit. Zwar habe man auch junge Mitstreiter. „Aber wegen G 8 haben die weniger Zeit, und nach dem Abi sind die meisten weg.“ Trotzdem hofft die Bibliotheksmitarbeiterin auf Interessenten, die mitmachen wollen und verspricht, dass Bücherwürmer dabei viel Spaß haben werden. „Am schönsten ist es, wenn man die Kunden beraten kann. Mittlerweile weiß ich von vielen, was sie gerne lesen. Wenn die Beratenen dann wiederkommen und von dem tollen Buch schwärmen, ist das jedes Mal eine Freude.“

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Für die Bücherei St. Franziuskus, am Kirchplatz 8, gelten ab Donnerstag wieder die normalen Ausleihzeiten:Dienstag: 17.30 - 18.30 Uhr, Donnerstag: 16.00 - 17.00 Uhr, Sonntag: 10.30 - 11.30 Uhr. Während der Ferien war immer nur sonntags geöffnet. Lesebegeisterte, die sich für die ehrenamtliche Arbeit in der Bücherei interessieren, werden gebeten, sich unter ' 0 2575 / 93 84 345 bei Ute Kintrup zu melden.

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