Ortsteilturnier in Reckenfeld
Amateur-Fußball, wir lieben Dich!

Reckenfeld -

Ortsteilturnier, 27. Ausgabe, acht Mannschaften sind diesmal am Start: „Das dürfen nächstes Jahr gerne wieder ein paar mehr sein“, findet Orga-Chef Wilfried Scheuermann von den SCR-Altherren. Aber immerhin: „Die Teams haben doch ganz schön viel Publikum mitgebracht.“

Sonntag, 03.09.2017, 13:32 Uhr
Hobbymannschaften – ja, aber durchaus mit Ambitionen. Auf dem Rasen wurde um jeden Ball und jeden Meter gekämpft. Später am Tresen war die Rivalität rasch wieder vergessen.  
Hobbymannschaften – ja, aber durchaus mit Ambitionen. Auf dem Rasen wurde um jeden Ball und jeden Meter gekämpft. Später am Tresen war die Rivalität rasch wieder vergessen.   Foto: Stefan Bamberg

Sie heißen Spritty oder Gurke, Lutscher, Teddy oder Wurst. Ihre Beine sind flink, ihre Rhetorik schnörkellos: „Und wenn der aufs Klo geht, gehst Du mit!“, brüllt der Typ an der Eckfahne. So einfach ist Manndeckung. Oder, was man bei jedem kleinen Foul immer probieren kann: „Ey Schiri, der hat schon Gelb!“ Die kleine, fiese Verleumdung für zwischendurch. Stimmt natürlich meistens gar nicht – ist aber in der Regel auch nur halb ernst gemeint.

Und im Übrigen auch schnell vergessen: „Männers! Wir seh’n uns an der Theke!“ Das ist der verbale Startschuss zur dritten Halbzeit – am Samstagabend beginnt sie gegen halb sieben. Als die Sieger ermittelt sind, die Heldengeschichten geschrieben – und das Fazit gezogen: Amateur-Fußball, wir lieben Dich! „Es war ein richtig schöner Nachmittag“, sagt Wilfried Scheuermann von den SCR-Altherren.

Ortsteilturnier, 27. Ausgabe, acht Mannschaften sind diesmal am Start: „Das dürfen nächstes Jahr gerne wieder ein paar mehr sein“, findet der Orga-Chef. Aber immerhin: „Die Teams haben doch ganz schön viel Publikum mitgebracht.“

Kein Wunder: Mehr denn je – so scheint es – ist es ein Turnier mit Reckenfelder Stallgeruch. Von und mit Leuten, die man schon Montagmorgen wieder im Dorf treffen könnte: der örtliche Allgemeinmediziner heute mal mit Ballbehandlung. Der Elektriker mit der zündenden Idee im Mittelfeld. Der lokale Anwalt spielt schon von Berufs wegen Rechtsverteidiger. Und: Welcher lokale Werbetexter hat sich den famosen Teamnamen „Hangover 96“ ausgedacht?

Eine Frage, mit der sich die „Bachelors“ nicht lange aufhalten: Mit 2:0 hauen sie im Finale „Ergins Truppe“ – den Vorjahressieger – weg. Ganz nebenbei ist es ein Wiedersehen mit einigen Kult-Balltretern aus der Kreisliga-A-Aufstiegsmannschaft von 2011. Überhaupt: Viele Ex-Vereinsspieler feiern beim Ortsteilkick ihr Comeback – einige noch voll im Saft, andere mit inzwischen etwas mehr Hüfte. Und offenbar mit veränderten Prioritäten: „Papa ist gleich wieder da“, beruhigt Oma einen Knirps. „Der muss nur mal kurz ins Tor.“

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