Radweg an der alten B 219
Der schnellste Weg

Greven -

Die Veloroute von Münster nach Greven soll am Ende über die alte B 219 führen. Das schlägt die Verwaltung vor.

Freitag, 15.09.2017, 07:17 Uhr
Radweg von Setex bis zum Kreisel am Hallenbad. Entlang der Landstraßen darf man auch als Radfahrer unterwegs sein..
Radweg von Setex bis zum Kreisel am Hallenbad. Entlang der Landstraßen darf man auch als Radfahrer unterwegs sein.. Foto: Günter Benning

B 219 – selbst beim weltweit agierenden Kartendienst von Google Maps sind Münsterdamm und Ibbenbürener Damm noch immer Bundesstraßen. Tatsächlich nennt sich der Straßenabschnitt L 587 und ist seit 2016 eine Landstraße.

Was vielen auch nicht bekannt sein dürfte: Auch Radler dürfen sie benutzen. Durften sie vorher auch. Aber jetzt will die Stadt sogar vorschlagen, einen Abschnitt zum Teil der schnellen Velo-Routenverbindung von Greven nach Münster zu machen.

Die schnellen Velorouten werden nicht nur im Münsterland als Alternativen im stauenden Berufsverkehr entwickelt.

Zwischen Greven und Münster etwa ist eine Strecke ausgewiesen, die im wesentlichen entlang der Bahnstrecke von Münster aus in Richtung Coerde, Sprakel und Rieselfelder verläuft. Kurz vor Greven mündet diese Weg auf der L 587 – und von da an geht es auf dem ausgebauten Radweg entlang der befahrenen Hauptstraße bis an Grevens Stadtrand.

Wie Olaf Pochert vom Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt unlängst im Stadtplanungsausschuss mitteilte, geht es jetzt darum, wie flotte Radler „am schnellsten von A nach B“ kommen. „Wir werden immer schneller“, sagt der Verkehrsexperte. Besonders auch durch die zahlreichen E-Biker. Selbst Rennräder und Mountainbikes haben heute nicht selten dezente Strom-Antriebe vor der Kette.

Mit dem Tempo entfällt für Pochert aber auch die naheliegende Möglichkeit, Berufsradler am Eingang Grevens auf den Emsdamm zu leiten und so – landschaftlich hochwertig – an der Stadt vorbeirauschen zu lassen. Zu viel kreuzende Fußgänger – das wäre gefährlich.

Stattdessen soll also der Radweg entlang der L 587 führen. Dort ist schon heute stadtauswärts auf Höhe der Fußgängerampel ein Fahrrad auf den Asphalt gestempelt – das Zeichen für einen reservierten Radlerstreifen.

Aber Fahrradfahrer sucht man auf dem Streckenabschnitt wie Nadeln im Heuhaufen. Vermutlich dürfte vielen Radlern die Nähe zu Schwerlastern auf dem Seitenstraßen der Landstraße nicht geheuer sein.

Zum Veloroutenkonzept, das zwischen den Kommunen erarbeitet wird, gehört nicht nur die Ausweisung der schnellsten Strecken. Es geht auch darum, Radwege sicher auszustatten. Etwa durch eine farblich deutlich abgesetzte Radfahrspur neben der Straße.

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