Keine Wahlpräsentation im Rathaus
Nachdenken über ein neues Format

Greven -

Klaus Hoffstadt, Leiter des zentralen Steuerungsdienstes, hat einfach mal nachgerechnet. Rund 5000 Euro sind dabei heraus gekommen. So viel in etwa kostet es, wenn im Rathaus zu den Wahlen ein so genanntes Wahlstudio durchgeführt wird.

Freitag, 15.09.2017, 07:17 Uhr
Bei Kommunalwahlen  – hier ein Foto aus dem Jahr 2009 – wird das Wahlstudio im Rathaus sehr gut angenommen. Das soll auch so bleiben.
Bei Kommunalwahlen  – hier ein Foto aus dem Jahr 2009 – wird das Wahlstudio im Rathaus sehr gut angenommen. Das soll auch so bleiben. Foto: oh

Aber: „Bei Europa-, Bundes- und Landtagswahlen haben wir uns hier im eigenen Saft bewegt“, verdeutlichte Bürgermeister Peter Vennemeyer. Sprich: Es war kaum jemand da. Daraus hatte die Verwaltung den Schluss gezogen, das Wahlstudio im Rathaus abzuschaffen. „Dies gilt natürlich nicht für die Kommunalwahl“, ergänzte Hoffstadt.

Trotzdem: Damit waren die Kommunalpolitiker nicht einverstanden. „Das ist zu kurz gesprungen“, sagte Dr. Christian Kriegeskotte (SPD). Im Rathaus werde für alle zugänglich Demokratie gelebt. „Das hat eine ganz andere Wertigkeit, als wenn die Parteien in einer Kneipe zur Wahl zusammen kommen.“

Sein Vorschlag: „Es braucht mehr Werbung und auch mehr Engagement von Bürgergruppen.“ Darüber und über andere Vorschläge soll jetzt im kleinen Rahmen der Fraktionsvorsitzenden zusammen mit der Verwaltung beraten werden. Eines ist aber sicher: Zur Bundestagswahl wird es mit einem Walstudio nichts mehr werden.

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