Vectoring bringt mehr Internet-Tempo
Einen Gang höher

Greven -

Die Telekom bringt Tempo. Wenn auch nicht ganz High Speed. Per Vectoring Technik können immer mehr Grevener schneller ins Internet.

Dienstag, 17.10.2017, 06:08 Uhr aktualisiert: 17.10.2017, 06:10 Uhr
Der symbolische Start für das schnelle Internet der Telekom wurde vor dem Multifunktionsgehäuse am DRK-Heim ausgeführt. Neben Bürgermeister Vennemeyer, Wirtschaftsförderer Deimann und den Telekom-Vertretern sind auch Vertreter des Telekom-Shops und des Media-Parks auf dem Bild. Dort können die neuen Angebote der Telekom gebucht werden.
Der symbolische Start für das schnelle Internet der Telekom wurde vor dem Multifunktionsgehäuse am DRK-Heim ausgeführt. Neben Bürgermeister Vennemeyer, Wirtschaftsförderer Deimann und den Telekom-Vertretern sind auch Vertreter des Telekom-Shops und des Media-Parks auf dem Bild. Dort können die neuen Angebote der Telekom gebucht werden. Foto: Peter Beckmann

Gucken? Ja, das ist erlaubt. Obwohl: So wirklich spektakulär ist das nicht. Fotografieren? Nein, besser nicht. Tja, die Konkurrenz liest schließlich auch Zeitung. Und der Name? Der sagt so rein gar nichts aus. Multifunktionsgehäuse nennte sich der graue Kasten, der im Mittelpunkt des Pressetermins steht. Und bei dem geht es um das Thema Internet, um das schnelle Internet, das jetzt auch Greven erreicht.

„Wir haben 6200 Grevener Haushalte mit schnellem Internet versorgt“, erklärt Alexander Kruppa, Vertriebsbeauftragter der Telekom Deutschland. Dazu mussten 15 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden, der Großteil in Leerrohren, für drei Kilometer musste gebuddelt werden. Aber: An den grauen Kästen ist Schluss mit Glasfaser. Ab da geht es mit Kupfer weiter, so funktioniert die so genannte Vectoring-Technik.

Diese Kabel liegen überall bis zu den Haushalten. Aber: In diesen Kabeln sitzt einiges an Geschwindigkeit. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download kitzelt der magentafarbene Telekommunikationsriese mit dem Vectoring aus den Kabel heraus – im Idealfall. „Diese Geschwindigkeit erreicht ein Haushalt in einer Entfernung von bis zu 500 Metern zum Multifunktionsgehäuse“, erklärt Gregor Vos, Regio-Manager der Telekom, die Technik. Bei einer weiteren Entfernung geht es immer weiter bergab mit der Geschwindigkeit. Auch die Qualität des Kupferkabels spielt eine Rolle.

Die gute Nachricht: Nach dem Vectoring folgt das Super-Vectoring. „Das wird im dritten Quartal des kommenden Jahres zur Verfügung stehen“, erklärt Kai Fischer, Breitbandbeauftragter der Telekom. Dann können die Telekomkunden 250 Mbit/s im Download nutzen. Und um das umzusetzen ist dann nur ein Software-Update für das Maschinchen im Multifunktionsgehäuse nötig.

Bei dem ganzen Spiel gibt es natürlich auch Gewinner und Verlierer. Gewinner sind die Bewohner der Siedlung rund um den Vosskotten. Die werden auch mit schnellem Internet versorgt. Die Schmedehausener schauen dagegen erst einmal in die Röhre. „Da führen wir derzeit Gespräche mit dem Kreis über Fördermöglichkeiten“, sagt Wirtschaftsförderer Stefan Deimann.

Ach ja, fehlt noch eine Kleinigkeit: So ganz von selbst wird das Internet natürlich nicht schneller. „Die Kunden müssen das natürlich auch bei uns buchen“, verdeutlicht Kruppa.

Bleibt die Frage: Warum wird nicht gleich ein Glasfaseranschluss für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie angeboten? „Da müssten wird zu jedem Haushalt unterirdisch einen Anschluss legen“, erklärt Vos. Das sei zum einen sehr teuer und zum anderen sehr zeitaufwendig. Aber irgendwann werde das auch in Angriff genommen.

Die Bewohner ab Bauabschnitt 2 in der Wöste können, wenn sie denn wollen, das ultraschnelle Internet per Glasfaser schon längst ausprobieren.

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