Bewegendes Kirchenkonzert
Kraftspendendes Erlebnis

Greven -

Viele Liebhaber feinsten Chorgesangs und exquisiter Bläsermusik kamen am Sonntag in die Marktkirche St. Martinus und danach in die Christuskirche, um die „Ökumenische Abendmusik“ zum Reformationsjubiläum zu erleben.

Dienstag, 17.10.2017, 12:08 Uhr aktualisiert: 17.10.2017, 12:10 Uhr
Der evangelische Kirchenchor Greven-Reckenfeld und der Martinus-Chor harmonierten als Einheit ganz wunderbar.  
Der evangelische Kirchenchor Greven-Reckenfeld und der Martinus-Chor harmonierten als Einheit ganz wunderbar.   Foto: Axel Engels

Uta Rodenberg, Charlotte Holste-Kley und Sebastian Bange hatten unter dem Titel „Eine Feste Burg ist unser Gott“ ein Programm zusammengestellt, dass den musikalischen Bogen von der Reformationszeit bis zur Romantik spannte.

Der evangelische Kirchenchor Greven-Reckenfeld und der Martinus-Chor waren zu einem großen Ensemble zusammengefügt worden, in dem sich die Stimmen wunderbar ergänzten. Die Besucher erlebten einen großen Chor, bei dem die Werke von der Stimmgruppentrennung bis zur dynamischen Abstufung alle in einem innigen Dialog erklingen konnten.

Unter dem versierten Dirigat von Uta Rodenberg und der einfühlsamen Orgelbegleitung durch Sebastian Bange wurde man beim „Audite, silete divina musica“ nach einem Chorsatz von Michael Praetorius entführt in eine Welt, in der die starke, in Musik gesetzte Glaubensaussage, die Menschen bei solch intensivem Gesang bewegte.

Mit Motetten von Georg Friedrich Händel, Heinrich Schütz und Johann Pachelbel ging es in die Zeit des Barock, konnte der Chor dem gebannt lauschenden Publikum ein Musikerlebnis schenken, das Ruhe und Kraft spendete.

Sehr feinfühlig waren in den chorischen Ablauf auch Werke für Orgel solo eingefügt worden, bei denen Sebastian Bange seine kultivierte Musizierkunst einbringen konnte.

Bei „Da pacem“, einem kleinen Orgelchoral von Arnold Schlick aus der Reformationszeit, wählte er genau die passende Registrierung, damit diese Orgelmusik ihren ganzen Glanz entfalten konnte.

Der zweite Teil des Konzertes erklang dann in der Christuskirche. Dort eröffnete der Posaunenchor Reckenfeld unter der Leitung von Charlotte Holste-Kley mit einem bestens einstudierten Eröffnungsstück von Melchior Franck, das stilistisch in der Übergangszeit zwischen Renaissance und Barock angelegt war und mit feiner Musizierkunst die Qualitäten des Posaunenchors zeigte. Mit farbenreichem Klang spielte das Ensemble auch die Fuge über „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Johann Pachelbel, und bei der „Canzona Quarta“ von Andrea Gabrieli genossen die Zuhörer die einfühlsame Melodiegestaltung durch den Posaunenchor. Als dann noch „Kein schöner Land in dieser Zeit“ und „Der Mond ist aufgegangen“ in Chorsätzen von Sebastian Bange erklang, fühlte sich das Publikum im Zeichen des Glaubens musikalisch verbunden.

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