Martini-Grundschule
Zuschlag für Brückenlösung

Greven -

Die Martini-Grundschule bekommt eine neue Mensa – und damit einen ganzeen Brückentrakt.

Sonntag, 22.10.2017, 07:00 Uhr
Ein gläserner Brückengang (unten rechts) verbindet künftig die beiden Gebäudeteile. Die neue Mensa im bisherigen Dachgeschoss des Nebengebäudes erhält einen Aufzug und kann auch als Aula genutzt werden.
Ein gläserner Brückengang (unten rechts) verbindet künftig die beiden Gebäudeteile. Die neue Mensa im bisherigen Dachgeschoss des Nebengebäudes erhält einen Aufzug und kann auch als Aula genutzt werden.

Diskussion? Nahezu überflüssig. An „Entwurf C“ führte eigentlich kein Weg vorbei. Der Beschluss fiel daher einstimmig. Die Mitglieder des Schul- und jene des Betriebsausschuss machten damit den Weg frei für den Neubau einer Mensa an der Martinischule. Umgesetzt wird der Entwurf des Büros „Architekten h2“ aus Emsdetten.

Der Vorschlag erfüllt nicht nur alle Anforderungen, die Stadt und Schule zuvor formuliert hatten, er kommt auch mit dem vorgegeben Kostenrahmen (maximal 1,65 Millionen Euro) aus. Das hatten allerdings auch die beiden konkurrierenden Büros mit ihren Entwürfen geschafft.

Was den Emsdettenern die Pole-Position einbrachte: die geschickte Einbeziehung einer ganz neuen Verbindung zwischen den beiden bislang getrennten Gebäudeteilen. „Ein echter Kunstgriff“, wie Anja Haase vom Gebäudemanagement der Stadt lobte.

Die Mensa entsteht im auszubauenden Dachgeschoss des Nebengebäudes, das ganz im Süden des Schulareals steht (nahe dem Parkdeck bei Wieschhörster). Dieses Nebengebäude war bislang durch einen überdachten, aber zu den Seiten offenen Weg ans Hauptgebäude angebunden. Künftig werden die drei Etagen jeweils mit Brücken verbunden. Da in diesem Bereich zudem ein Aufzug vorgesehen ist, kann der Anbau komplett barrierefrei erreicht werden. Im neuen Eingangsbereich ist zudem eine Rampe vorgesehen.

Die neue Mensa, die zugleich als Aula genutzt werden kann, soll möglichst schon zum Sommer 2019 fertig sein. In den Sommerferien 2018 sollen der Abriss des derzeitigen Dachgeschosses und möglichst viele Arbeiten am neuen Holzständerwerk erfolgen, um den schulischen Ablauf so wenig wie möglich zu stören, wie Anja Haase berichtete. Der Entwurf zeichne sich durch knappe Verkehrswege und eine gute Raumnutzung der neuen Etage aus. Die Räume seien zudem so angeordnete, dass Leitungsverbindungen in andere Etagen (etwa Sanitärräume) leicht zu verwirklichen seien.

„Es gibt seit Jahren den Wunsch, die beiden Gebäudeteile miteinander zu verbinden“, sagte Schulleiterin Agnes Langenhoff. „Dies ist der Entwurf, der am besten zu unseren Bedürfnissen passt.“ In der Schulgemeinde habe der Plan „große Begeisterung“ ausgelöst. Man sehe „eigentlich nur Vorteile“.

Mehr Werben war nicht nötig: Die beiden parallel tagenden Ausschüsse beschlossen, den Emsdettener Architekten den Auftragt zu erteilen.

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