Luftfahrtvereinigung
Gemeinsam gegen die Hoppelpiste

Greven -

Unzählige Bahnen Rollrasen, damit die Segel- und Ultraleichtflieger der Luftfahrtvereinigung hinterm FMO wieder sicher Starten und Landen können: Viele ehrenamtliche Helfer sanieren aktuell eine der beiden Graspisten. Erst im Frühjahr wird sie wieder zur Verfügung stehen.

Montag, 23.10.2017, 09:55 Uhr aktualisiert: 23.10.2017, 16:29 Uhr
Harte Maloche wartete am Samstag auf die Mitglieder der Luftfahrtvereinigung. Da mussten alle ran und helfen. Selbst der Nachwuchs half kräftig mit und rollte die Rasensoden aus.
Harte Maloche wartete am Samstag auf die Mitglieder der Luftfahrtvereinigung. Da mussten alle ran und helfen. Selbst der Nachwuchs half kräftig mit und rollte die Rasensoden aus. Foto: keb

Motorflieger, Segelflieger, Ultraleichtflieger: bei der Luftfahrtvereinigung Greven herrscht für gewöhnlich reger Flugbetrieb. Für die zahlreichen Starts und Landungen stehen den Vereinsmitgliedern unter anderem zwei so genannte Graspisten zur Verfügung. Die leichten Fluggeräte können darauf vor allem sehr sanft landen. Rund 1100 Meter und 900 Meter sind die beiden Pisten hinterm FMO lang, die kürzere der beiden ist bereits seit einiger Zeit für den Flugbetrieb gesperrt, weil Maulwürfe und Wühlmäuse, die sich aus dem brach liegenden Bereich des FMO unter die beiden Pisten gegraben haben, vor allem der kürzen Piste arg zugesetzt haben.

Berthold Bredenbeck, der Vorsitzende der Vereinigung, beschreibt die Situation als zuletzt grenzwertig. Die Pisten stammten aus den 1960er Jahren, seitdem hätten die Maulwürfe und Wühlmäuse regelrechte Wellen in den Pisten verursacht. Dabei stellten nicht etwa die Maulwurfhaufen eine Gefahr dar, „sondern die Gänge unter der Erde“, sagt Bredenbeck. Vor allem bei Landungen hätten die Insassen der Fluggeräte dies durch ein härteres Aufsetzen zu spüren bekommen, doch langfristig habe man durch die Situation auch Schäden an den Fluggeräten selbst und damit Auswirkungen auf die Sicherheit im Flugbetrieb nicht ausschließen können. Deshalb habe sich die Vereinigung jetzt zu einer ersten großen Investition entschieden.

Die alte Oberfläche der Piste wurde in den vergangenen Tagen bereits mit schwerem Spezialgerät bearbeitet und wieder hergerichtet. Am Freitag und Samstag rückten Dutzende freiwillige Helfer an und rollten gemeinsam mit Berthold Bredenbeck und Albert Pottmeyer von der gleichnamigen Rasenschule unzählige Quadratmeter netzartige Folie und Rollrasen aus. Ein beachtlicher Teil der 30 000 Quadratmeter großen Fläche werde so erneuert, so Bredenbeck weiter. Am Anfang und Ende der Piste sei jedoch das Aussähen von neuem Rasen ausreichend, was die Helfer und den Etat erleichtere. Der starke ehrenamtliche Einsatz sorge nebenbei auch für eine engere Vernetzung von Motorfliegern und Segel- sowie Ultraleichtfliegern, freut sich Bredenbeck über den Einsatz bei schlechtem Herbstwetter.

Doch so zügig die Helfer auch ranklotzen: In Betrieb gehen wird die Piste erst nach dem Verwachsen des Rasens, frühestens im Frühjahr nächsten Jahres. Erst dann wolle man auch über eine Erneuerung der zweiten Piste nachdenken.

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