Liedertafel gibt wunderbares Chorkonzert vor vollem Haus
Der Wohlklang kräftiger Männerstimmen

Reckenfeld -

„Wunderbar“ heißt nicht nur ein Titel von Cole Porter sondern so war auch das Konzert, das der Männerchores Liedertafel vor vollem Hause zu Gehör gab. Der Applaus der Gäste zeigte, der Chor traf mit seiner Liedauswahl den Geschmack des Publikums. Unter der Leitung von Chorleiter Michael Niepel hat sich das Durchschnittsalter des Chores und damit auch das Liedgut im Laufe der vergangenen Jahre verjüngt.

Sonntag, 22.10.2017, 19:20 Uhr aktualisiert: 23.10.2017, 16:29 Uhr
Der Chor  unter Leitung von Michael Niepel traf mit seiner Liedauswahl den Geschmack des Publikums
Der Chor  unter Leitung von Michael Niepel traf mit seiner Liedauswahl den Geschmack des Publikums Foto: Rosemarie Bechtel

Mit humorigen Worten begrüßte der Vorsitzende Franz Josef Holthaus die Zuhörer und die Ehrengäste und konnte es sich nicht verkneifen, für den Chor zu werben. „Schickt eure Männer mittwochs zur Chorprobe, dann habt ihr die Fernbedienung in eurer Gewalt“, so der Appell an die Frauen. Nun, intensiv für dieses Konzert geprobt, das haben die 33 Sänger wie sie stimmlich beweisen. Sänger Erwin Reichhardt führte unterhaltsam mit kleinen Überleitungen durch das Programm.

Los ging es mit „Schlag nach bei Shakespeare“ aus Kiss me Kate, „Männer“ von Grönemeyer und all den anderen Ohrwürmern und den Auftritten der vier Musiker vom Landesmusikorchester, den „Unknown bluenotes“, die mit „King oft he Road oder auch der Filmmusik „Back to the future“ begeisterten. „Musiker haben die Möglichkeit, über die Musik ihre Gefühle auszudrücken“ so Reichhardt.

Genau das kam bei den Posaunisten rüber. Mit der „Diplomatenjagd“ von Reinhard Mey verabschiedete sich der Chor dann in die Pause.

Bürgermeisterstellvertreterin Ruth Zurheide: „Ich bin schon jetzt begeistert über die kräftigen Männerstimmen. Singen macht froh, Musik beschwingt und hält fit“. Fit stiegen die Musiker nach der Pause mit „Bridge over troubled water“ und „The Lion sleeps tonight“ wieder ein. Natürlich durften auch Klassiker wie Mala moja“ oder der Casatschok“ nicht fehlen. Noch einmal zeigen die Unknown bluenotes mit drei Titeln, was sie drauf haben. „Zu dem Titel „EP“ sage ich weiter gar nichts. Er ist unanständig aber schön“, schmunzelt der Moderator. Die Posaunisten kamen, genau wie der Chor, der mit „Danke für die Lieder“ nach zwölf Songs den Schlusspunkt setzen woll-ten, nicht ohne Zugabe von der Bühne. Nach „O happy day“ sollte der Chor eine weitere Zugabe geben. „Was möchtest du denn hören?“, fragte der Moderator die dreijährige Anni, die vor Begeisterung zwischendurch im Gang tanzte. „Barbara Ann“, sagt sie. Doch dann gab es zur Freude des Publikums „Santiano“. Am Ende gab es Blumen für einige Engagierte und natürlich für den Chorleiter Michael Niepel. „Wir mussten dieses Mal alle ohne Notenbücher auftreten. Der einzige, der ständig die Noten vor der Nase hatte war Michael“, witzelt Franz-Josef Holthaus. Nun, ohne Notenbücher machte sich der Chor gut auf der Bühne. Wenn jetzt noch hier und da eine kleine Bewegungschoreografie dazu käme, würde das den Auftritten noch mehr Pfiff verpassen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5238970?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker