Firmenporträt Markus Noppe
So wird ein Schuh draus

Greven -

Er macht Schuhe für jeden Fuß. Markus Nobbe hat sich auf das orthopädische Handwerk spezialisiert.

Mittwoch, 25.10.2017, 09:05 Uhr aktualisiert: 25.10.2017, 15:49 Uhr
Hier zeigt Markus Nobbe einen nach einem erkrankten Kunden-Fuß angefertigten orthopädischen Maßschuh.
Hier zeigt Markus Nobbe einen nach einem erkrankten Kunden-Fuß angefertigten orthopädischen Maßschuh. Foto: Pia Weinekötter

Schuhe und Nobbe – das gehört schon seit über 50 Jahren zusammen. In der alten Werkstatt in der Lindenstraße 43 sorgte Vater Otto Nobbe für das Schuhwerk der Grevener. Einmal damit aufgewachsen war es kein Wunder, dass Sohn Markus in die Fußstapfen seines Vaters trat.

Als Schüler absolvierte er sein Praktikum beim Orthopädieschuhmacher Heidbrink in Münster. „Damals mit einem großen Schuhgeschäft über zwei Etagen“, erinnert sich der 45-Jährige. Der Schritt vom Praktikum zur dreieinhalbjährigen Ausbildung lag dann nah. Nach der Ausbildung zog Nobbe erst mal in die Ferne: für anderthalb Jahre kümmerte er sich im Schwarzwald um die Füße der Villinger-Schwenninger.

2003 war die Zeit dann reif, sich selbstständig zu machen. „Nobbe sportiv Orthopädieschuhtechnik“ wurde gegründet. Anfangs war das hintere Eckgeschäft (heute Pizzeria Panorama) an der Lindenstraße Anlaufpunkt. Doch inspiriert durch sein Hobby Triathlon hat der beim TVE aktive Sportler sein Augenmerk noch auf einen anderen Aspekt gelenkt: Schon 2008 bot Nobbe in seinem zweiten Geschäft (heute Änderungsschneiderei Flinke Nadel) die Laufbandanalyse an.

„Ein Angebot speziell für Sportler, um die Lauftechnik zu verbessern, muskuläres Ungleichgewicht heraus zu finden und die Schuhauswahl zu vereinfachen“, erklärt er. Besonders freut den begeisterten Triathleten und zweifachen Vater, dass seine elfjährige Tochter Lara schon den ersten Kinder-Triathlon gemeistert hat. „Ist schon ein tolles Gefühl, die eigene Tochter ins Ziel laufen zu sehen!“

Seine Qualitäten als Coach gibt er im kommenden Jahr auch im Rahmen einer Triathlon-AG an der Gesamtschule weiter, um die Schüler auf den münsterischen Kinder Triathlon vorzubereiten.

Als sich dann 2011 durch den Umzug der Adler-Apotheke in das ehemalige Hübers-Geschäft die Chance bot, alle Aktivitäten zu bündeln, griff der Unternehmer Nobbe zu. In dem größeren und viel zentraler gelegenen Ladenlokal wurde das Angebot erweitert und das Team auf fünf Mitarbeiter aufgestockt. Für die Fußpflege wie auch die Versorgung des erkrankten Fußes sorgen Fußpflegerin Karin Kremser und Podologin Jessica Corzo-Möllerherm und der Chef selbst, da auch Markus Nobbe über eine podologische Ausbildung verfügt.

Viele Patienten benötigen aufgrund ihres Krankheitsbildes besonderes Schuhwerk. Und hier zeigen sich die Stärken von Nobbe sportiv: „Für einen Diabetiker beispielsweise können wir quasi ein Rumdum-Sorglos-Paket anbieten“, erklärt der Inhaber. Zusätzlich zur podologischen Versorgung beraten neben Markus Nobbe auch Fanny Steffen und Elke Winninghoff kompetent zur Schuhversorgung.

„Von der Einfachschuhversorgung, also einem Bequemschuh mit Wechselfußbett, bis hin zum individuell angefertigten orthopädischen Maßschuh“, umreißt Nobbe das Spektrum. In seiner Werkstatt führt er mit dem Auszubildenden Marc Polsfuß auch ganz normale Schuh-Reparaturen durch, spezielle Schuhzurichtungen wie zum Beispiel Absatzerhöhungen oder auch Einlagen aus den unterschiedlichsten Materialien und in verschiedenen Dicken angefertigt.

Dass eine Maßanfertigung vom Orthopädieschuhmacher auch ein optischer Hingucker sein kann, beweist Markus Nobbe seit etwa vier Jahren. So lange gibt es nämlich schon seine Zehen-Steg-Sandalen, auch als Flip-Flops bekannt. Das Fußbett – individuell gefräst nach dem Fußabdruck des Kunden – kann der Kunde aus einer Bandbreite von Farben und Dessins wählen.

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