Neue Logistik-Hallen
MediaMarktSaturn-Kunden werden ab Reckenfeld bedient

Greven/Reckenfeld -

Neuer Großkunde in Reckenfeld. Den Versand eines großen Teils des Online-Geschäfts von MediaMarktSaturn übernimmt Fiege Logistik. Die Belegschaft wird deutlich aufgestockt.

Mittwoch, 25.10.2017, 06:05 Uhr aktualisiert: 25.10.2017, 09:29 Uhr
So soll das neue Logistikzentrum mal aussehen.
So soll das neue Logistikzentrum mal aussehen. Foto: Fiege

Jetzt ist es also offiziell. Nach umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen entsteht bei Fiege Logistik in Reckenfeld ein 90.000 Quadratmeter großer Logistikstandort. Rund 60.000 Quadratmeter werden von den deutschen Online-Gesellschaften von MediaMarktSaturn genutzt, mit denen Fiege die Partnerschaft ausbaut.

Die ersten Pakete sollen die zum E-Commerce-Standort umgebauten Logistikhallen schon zum Weihnachtsgeschäft 2018 verlassen, heißt es in einer Fiege-Mitteilung. Die Belegschaft wird in den kommenden Jahren um mehrere Hundert gewerbliche und kaufmännische Mitarbeiter erhöht.

Für MediaMarktSaturn ist Fiege seit 2012 Logistikpartner für den Onlinehandel in Deutschland. In den Niederlanden und Österreich läuft die Zusammenarbeit seit 2010.

Wachsendes Online-Geschäft

Für den deutschen Markt werden im Fiege Mega Center Erfurt ein Großteil der über die Onlineshops von MediaMarkt und Saturn gehandelten Produkte gelagert, kommissioniert, verpackt und über verschiedene Dienstleister versendet.

„MediaMarkt und Saturn wachsen in diesem Bereich so stark, dass wir das E-Commerce-Geschäft nicht mehr allein aus Erfurt abdecken können“, sagt Martin Rademaker, Managing Director Online Retail bei Fiege, „daher werden nun zusätzlich die neuen Logistikflächen in Greven aufgebaut“.

Wachsendes Onlinegeschäft

Der Elektronikhändler Ceconomy hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank des Onlinebooms weiter zugelegt. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2016/2017 (Ende September) um 1,3 Prozent auf 22,2 Milliarden Euro, wie die Media-Markt- und Saturn-Mutter am Mittwoch mitteilte. Auf gleicher Fläche betrug das Plus 1,9 Prozent. Rückenwind kam von einem starken vierten Quartal, in dem die Erlöse um 4,6 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro anzogen. Das aus der Aufspaltung des Handelskonzerns Metro hervorgegangene Unternehmen ist in Europa der größte Elektronikhändler und betrieb Ende des Geschäftsjahres über 1000 Geschäfte. Der Handel im Internet steuert inzwischen 11 Prozent zum Umsatz bei. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) will Ceconomy weiter leicht über den Vorjahreswert von 466 Millionen Euro heben.

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Zudem wickelt Fiege für MediaMarktSaturn an den Standorten Lehrte und Köln auf mehr als 60.000 Quadratmetern auch die Kundenbestellungen ab, die per „Zwei-Mann-Handling“ an den Kunden versandt werden, darunter Großgeräte wie zum Beispiel Kühlschränke.

Neben dem nachhaltigen Wachstum des Online-Geschäfts spielten für MediaMarktSaturn auch die Warenverfügbarkeit sowie die Optimierung von Lieferzeiten eine wesentliche Rolle für die zusätzliche Standortwahl: „Mit dem weiteren Logistikstandort erhöhen wir die Verfügbarkeit von Produkten nicht nur deutlich, sondern werden künftig Kundenbestellungen noch schneller ausliefern können. Mit der Expansion in den Standort Greven gehen wir somit einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen unserer Supply Chain-Strategie und folgen unserem Anspruch, unsere Leistungen auch im Bereich Logistik konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden zu orientieren“, so Mirko Nägele, zuständig für Einkauf, Lieferketten und Digitales bei MediaMarktSaturn.

Drei neue Hallen

In den nächsten Monaten entstehen in Greven-Reckenfeld zunächst drei neue Hallenschiffe. Ein Teil des bisherigen Logistikzentrums muss dafür weichen. Bis Anfang 2019 soll der Neubau stehen. Zwei der drei Hallen sollen schon das Wintergeschäft 2018 abbilden.

„Die Erweiterung des Logistikzentrums in Greven-Reckenfeld ist bisher eines der komplexesten Projekt innerhalb der Fiege Gruppe“, sagt Jan Fiege, Managing Director Real Estate. „Wir bauen während des operativen Betriebes um. Da muss eine Vielzahl von Schnittstellen beachtet werden.“

Der Neubau wird mit 17 Metern Hallenhöhe sechs Meter höher ausfallen als der Bestand. „Die drei neuen Hallenschiffe haben wir als Doppelgeschoss geplant. Damit erreichen wir eine besonders hohe Verdichtung“, sagt Jan Fiege.

Entwickelt und gesteuert wird das Großprojekt durch die Fiege Real Estate. Im August erfolgte die Vergabe an den Generalunternehmer Köster. Für die Zukunft sei noch eine Ausbaufläche von rund 20.000 Quadratmetern geplant. Ein Bauantrag wurde bereits eingereicht.

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