Was Totenzettel erzählen
Denkmale aus Papier

Greven -

Der Soldat entschläft dahin. Die Realität sah sicher anders aus. Aber Totenzettel haben ihre eigene Aufgabe in der familiären Erinnerung. Grevens Familienforscher befassen sich damit.

Donnerstag, 02.11.2017, 23:11 Uhr aktualisiert: 02.11.2017, 23:20 Uhr
Totenzettel  aus dem Ersten Weltkrieg – die Bildsprache verrät viel über die Epoche.
Totenzettel  aus dem Ersten Weltkrieg – die Bildsprache verrät viel über die Epoche. Foto: Privat

Denkmäler für Verstorbene sind meist aus Stein gefertigt. Sie erinnern auf Friedhöfen und im öffentlichen Raum an Menschen, deren Andenken bewahrt werden soll. Eine ähnliche Aufgabe haben Totenzettel, die auch Totenbildchen genannt werden. Sie sind Denkmale aus Papier. Sie verschwanden gewöhnlich im Gebetbuch, denn für die Verstorbenen zu beten, galt als letzter Liebesdienst. Diese Art, mit einem Totenbildchen das Andenken an einen Verstorbenen wachzuhalten, breitete sich rasch aus. Während der beiden Weltkriege waren Totenzettel Erinnerung an die Krieger, die an fernen Kriegsschauplätzen ums Leben gekommen waren. Elisabeth Frische wird am Dienstag,7.November, um 19 Uhr in der „Alten Post“ über Nachrufe, Totenbriefe und Totenzettel sprechen – als Quelle für die Familienforschung.

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