Arbeitslosenstatistik
Sattes Minus – und doch weiter Schlusslicht

Greven -

Weniger als 1000 Arbeitslose in Greven. Da könnte man zufrieden sein. Aber die Emsstadt ist im Kreis weiterhin Schlusslicht.

Donnerstag, 02.11.2017, 19:11 Uhr aktualisiert: 02.11.2017, 19:20 Uhr
In Greven sank die Arbeitslosenzahl binnen eines Jahres um 12,4 Prozent.  
In Greven sank die Arbeitslosenzahl binnen eines Jahres um 12,4 Prozent.   Foto: dpa

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist in Greven im Oktober erstmals seit längerer Zeit wieder unter die 1000er-Marke gefallen: 984 Männer und Frauen waren im just zu Ende gegangenen Monat ohne Job. Im Vergleich zum Oktober des Jahres 2016 (als 1123 Grevener arbeitssuchend gemeldet waren) ist dies ein deutlicher Rückgang um 12,4 Prozent. IM September 2017 lag die Zahl der Arbeitslosen in Greven bei 1055.

Einen stärkeren Rückgang binnen eines Jahres gab es nirgendwo sonst im Kreis. Zum Vergleich: In Emsdetten stieg die Arbeitslosenzahl gar um 4,6 Prozent.

Die Arbeitslosenquote in Greven sank damit auf 4,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 5,5 Prozent gelegen. Die Zahlen in Greven nehmen damit eine ähnliche Entwicklung wie im Kreisdurchschnitt. Die Agentur für Arbeit vermeldete „Arbeitslosenzahlen auf Rekordtief“ und macht dafür vor allem die „sehr gute Lage am Arbeitsmarkt“ verantwortlich. „In vielen Unternehmen sind die Auftragsbücher voll, so dass die Arbeitskräftenachfrage weiterhin sehr hoch ist“, so Agenturchef Reiner Zwilling. Besonders positiv habe sich die Situation für Jugendliche und junge Erwachsene sowie die der arbeitslosen Personen über 50 Jahre entwickelt. Effekte, die in Greven offenbar besonders stark zum Tragen kamen.

Wermutstropfen: Trotz der sehr positiven Entwicklung ist Greven kreisweit (die Arbeitslosenquote liegt hier bei 4,1 Prozent) nach wie vor Schlusslicht.

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