Aufzug dicht
Auf Randale folgt Stillstand

Greven -

Dreck, Müll, Schmiere. Der Aufzug aus dem Rathausparkhaus ist das Opfer von Vandalen. Jetzt ist er ganz gesperrt.

Freitag, 03.11.2017, 12:11 Uhr aktualisiert: 03.11.2017, 14:12 Uhr
Es stinkt nach Urin und Müll, es sieht furchtbar aus: Der Aufzug ist seit Wochen in einem erbärmlichen Zustand, nun musste er gar gesperrt werden.
Es stinkt nach Urin und Müll, es sieht furchtbar aus: Der Aufzug ist seit Wochen in einem erbärmlichen Zustand, nun musste er gar gesperrt werden. Foto: Jens Keblat

Freiwillig benutzen würde ihn in dem Zustand ohnehin kaum jemand. Schmutz, Müll, Schmierereien. Seit vergangener Woche müssen Grevener aber gar nicht mehr überlegen, ob sie mit dem Aufzug rauf- und runterfahren. Ein Schild weist darauf hin, dass er wegen Vandalismus „nicht betriebssicher“ und somit gesperrt sei. „Weil Jugendliche da rein gehen und Randale machen“, sagt Georg Schoo, Geschäftsführer des gleichnamigen Nordwalder Immobilien-Büros, das die Rathaus-Passage baute – inklusive Aufzuganlage. Die Stadt verweist auf Nachfrage auf eben diese Zuständigkeit. Schoo sei Betreiber und somit Ansprechpartner.

Laut Georg Schoo haben die Täter im Aufzug nicht nur Müll und Graffiti hinterlassen, sondern dort auch uriniert. Und das Entscheidende: Sie rissen ein Display aus der Verankerung, das für den Betrieb unerlässlich ist. „Ohne dieses Display kann man nicht rauf unter runter fahren.“ Und das ist schließlich der Sinn des Aufzuges: das untere Parkdeck des Rathauses mit der obereren Ebene (Eingang Rathaus und Rewe) verbinden. Nach Schoos Angaben beträgt der entstandene Schaden rund 4000 bis 5000 Euro. „Und das gleiche ist schon einmal passiert. Da ist schon mal alles neu gemacht worden.“ Auch seinerzeit habe ein Schaden in ähnlicher Höhe ausgebessert werden müssen.

Wie lange es dauern wird, die Reparatur durchführen zu lassen und den Aufzug wieder in Betrieb nehmen zu können, ist offen. „Das kann ich noch nicht sagen. Das Display ist bestellt. Mitte nächster Woche weiß ich mehr“, sagt Schoo.

Der auch überlegt, wie er die Einrichtung künftig besser gegen Vandalismus schützen kann und wie man möglicher Täter habhaft werden kann. Es gibt aktuell keine Videoüberwachung. „Noch“, schiebt der Investor hinterher. „Wir müssen das jetzt machen. Bisher war es nicht erlaubt. Wir sind aber in Gesprächen mit der Stadt, die ihren Segen dazu geben muss.“

Dass für den Aufzug noch immer keine offizielle Abnahme stattgefunden habe und es somit gar keine Betriebsgenehmigung gebe, weist Schoo von sich. „Das liegt alles vor.“ Am Rande eines Pressetermins, bei dem vor einigen Wochen die Graffiti-Kunst im unteren Parkdeck eingeweiht worden ist, hatten Bürger ihren Unmut über den Zustand des Aufzuges zum Ausdruck gebracht – und nach Informationen unserer Zeitung von Stadtvertretern die Auskunft bekommen, dass der Aufzug noch nicht abgenommen sei.

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