Ein Ort zum Chillen und Quatschen
Spielplatz Minnebuschsiedlung für Jugendliche aufgewertet / 19 000 Euro für neue Ausstattung

Greven -

Na gut – das mit der Achterbahn, dem Shop und dem Grill hat nicht geklappt. Das war ihnen aber schon vorher klar. Dafür haben sie viele andere attraktive Dinge bekommen, die auch auf der Wunschliste standen. Sie alle sollen den Spielplatz in der Minnebuschsiedlung (direkt am Raphaels-Kindergarten) zu einem Treffpunkt auch für Jugendliche machen.

Mittwoch, 15.11.2017, 12:00 Uhr
Alle Beteiligten sind zufrieden: Bei der Eröffnung am Montagnachmittag herrschte große Zuversicht, dass das auch lange so bleibt.  
Alle Beteiligten sind zufrieden: Bei der Eröffnung am Montagnachmittag herrschte große Zuversicht, dass das auch lange so bleibt.   Foto: Oliver Hengst

Lena Böckenholt und Jona Gerding gehören nicht nur zur Zielgruppe, sie haben auch mitgearbeitet. Als das Team der Karderie mit der Anne-Frank-Realschule eine AG zur Gestaltung der Fläche ins Leben rief, machten sie bereitwillig mit – und blieben als einzige bis zum Schluss dabei, etliche Monate lang. Warum? „Es gibt hier in der Gegend einfach keine Treffpunkte für uns“, sagt Jona. Und wenn sich junge Menschen irgendwo träfen, gebe es in der Regel schnell Ärger mit Anwohnern. Den, so die Hoffnung aller Beteiligten, wird es auf dem günstig gelegenen Platz in der Minnebuschsiedlung nicht geben.

„Wir sind unter anderem nach Steinfurt und Altenberge gefahren, um uns Anregungen zu holen“, erläutert Lena. Die Ergebnisse habe man dann zusammengetragen, gewichtet und zu Papier gebracht. Den einzelnen Funktionen, die gewünscht waren (unter anderem „Chillen“ und „Action“), folgten dann konkrete Ausstattungswünsche – von denen etliche erfüllt werden konnten. Einem überdachten Treffpunkt, der schon einige Zeit dort steht, stellte die Stadt nun ein in den Boden eingelassenes Trampolin, eine Hängematte, Soccer-Tore, und eine Sitzkombination zur Seite. 19 000 Euro hat die Stadt dafür investiert. Die AG wurde von Georg Dodt (Jugendarbeit der Stadt) und Anika Wildt (AFR) begleitet.

„Die Jugendlichen haben sogar an einen Mülleimer gedacht. Alles andere als selbstverständlich“, freute sich Maria Muhle vom Jugendamt bei der Eröffnung am Montagnachmittag. Bürgermeister Peter Vennemeyer dankte den beiden Jugendlichen für ihr Engagement. „Dieser Platz bietet sich einfach an. Uns war wichtig, die Gestaltung des Treffpunktes mit Jugendlichen gemeinsam umzusetzen.“ Die Einbindung der künftigen Nutzer biete die große Chance, dass diese mit „ihren“ Sachen entsprechend pfleglich umgehen – eine Hoffnung, mit der Vennemeyer nicht alleine steht. Gleichwohl seien die angeschafften Einrichtungsgegenstände sehr robust. „Sie sollen ja auch genutzt werden“, sagte Stadtgärtner Frank Wagner.

Wie Vennemeyer betonte, schaffe die Stadt gezielt Kommunikationsorte für Jugendliche, die oftmals – aus Mangel an Alternativen – andere Plätze „besetzen“, was dann oft zu Konflikten führe. Dem wolle man hier und anderswo mit gezielten Angeboten begegnen.

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