Zwangsarbeiter in Greven
Kösters-Kraft regt Projekt an

Greven -

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Kösters-Kraft regt an, dass sich Grevens Schüler in Projekten noch intensiver mit den Schicksalen von Zwangsarbeitern in Greven auseinandersetzen, von denen offenbar 45 in der Stadt beerdigt sind.

Freitag, 24.11.2017, 14:00 Uhr
Stolpersteine erinnern an in Greven ermordete Zwangsarbeiter.  Doch es gibt noch viele Opfer, über die man wenig weiß.
Stolpersteine erinnern an in Greven ermordete Zwangsarbeiter.  Doch es gibt noch viele Opfer, über die man wenig weiß. Foto: Monika Gerharz

Im Schulausschuss hat dessen Vorsitzender Dr. Michael Kösters-Kraft (Grüne) angeregt, die Aktivitäten im Zusammenhang mit Stolpersteinen und Volkstrauertag in den Schulen fortzuführen. Es sei „75 Jahre her, dass zwei Zwangsarbeiter mit Hilfe der Grevener Gemeindeverwaltung hingerichtet wurden.“ Eine Aktion der Stadt-Azubi erinnere daran. „Es sind aber nicht die einzigen Opfer des Nationalsozialismus.“ Die Schulen hätten im Rahmen des Volkstrauertages immer wieder an das Schicksal einiger dieser Menschen erinnert. „Ich würde sehr begrüßen, wenn jetzt in den Schulen ein Projekt daraus entstehen würde, wenn an diesem Thema weitergearbeitet wird. Es gibt in diesem Zusammenhang noch viel aufzuarbeiten. Der polnische Konsul, der zur Verlegung der Stolpersteine in Greven war, hatte eine Liste dabei mit 45 Namen polnischer ziviler Zwangsarbeiter, die in Reckenfeld und Greven beerdigt sind.“ Er würde es begrüßen, wenn die Geschichte dieser Menschen und die Umstände, unter denen sie nach Greven gekommen und schließlich gestorben sind, dokumentiert würden. „Es ist wichtig, auch in Greven, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass so etwas immer wieder passieren kann“, sagt Kösters-Kraft und nahm unter anderem Bezug auf die NSU-Morde.

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