Neureglung gilt für jetzige Dritt- und Viertklässler
G9: Startschuss schon 2018

Greven -

Schulleiter Dr. Volker Krobisch hat sich zusammen mit anderen Leitern von Gymnasien von Vertretern des NRW-Schulministeriums über Details des geplanten G9-Comebacks informieren lassen – und ist hochzufrieden. „Eine politische Kehrtwende in dieser Frage kann ich mir nicht vorstellen“, sagt er.

Freitag, 24.11.2017, 18:00 Uhr aktualisiert: 26.11.2017, 11:11 Uhr
„Der künftige fünfte Jahrgang des Schuljahres 2018/19 wird in den Genuss des G9-Bildungsganges kommen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. 
„Der künftige fünfte Jahrgang des Schuljahres 2018/19 wird in den Genuss des G9-Bildungsganges kommen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.  Foto: Oliver Hengst

Gute Nachrichten für Anhänger des neunjährigen Gymnasiums: Schulleiter Dr. Volker Krobisch hat von der Schulleiterdienstversammlung in Recklinghausen am Donnerstag einige Informationen mitgebracht und sieht seine Position zur Zukunft von G9 bestätigt. Vorbehaltlich einer abschließenden Regelung des Gesetzes, das vor der Sommerpause 2018 verabschiedet werden soll, sind einige Punkte schon klar:

„Der künftige fünfte Jahrgang des Schuljahres 2018/19 wird in den Genuss des G9-Bildungsganges kommen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. Die Einführung von G9 erfolgt im Jahr 2019 für die Jahrgänge 5 und 6, also die heutigen Dritt- und Viertklässler. Eine anderslautende Meldung dieser Zeitung, nach der erst 2019 mit G9 begonnen werde, beruhte auf einem Missverständnis dieser Redaktion.

Die Leitentscheidung für G9 gilt für alle NRW-Gymnasien. Fasst eine Schulkonferenz mit mehr als 2/3 der Stimmen den Beschluss, kann ein Gymnasium bei G8 bleiben. Lediglich gegen eine getroffene G8-Entscheidung kann der Schulträger ein Veto einlegen, und das nur aus zwingenden Gründen, betont die Schule in ihrer Pressemitteilung.

Bei der Informationsveranstaltung mit Vertretern des Schulministeriums wurde den Schulleitern der Referentenentwurf vorgestellt. Mit den wesentlichen Daten aus dem Referentenentwurf zeigte sich Schulleiter Dr. Krobisch äußerst zufrieden.

„Dass die Leitentscheidung für G9 grundsätzlich 2018 umgesetzt wird, freut uns am Augustinianum sehr.“ Auch die Lehrerschaft stehe eindeutig hinter der Rückkehr zu G9, so das Ergebnis der Diskussion in der jüngsten Lehrerkonferenz. Eltern in Greven, Saerbeck, Nordwalde und anderen Orten ohne Gymnasium können nach dem jetzigen Stand davon ausgehen, dass Schülerinnen und Schüler, die zum Schuljahr 2018/19 am Augustinianum aufgenommen werden, in den G9-Bildungsgang eintreten werden.“

Wie berichtet, haben sich die Eltern- und Schülervertreter klar pro G9 positioniert. Details seien natürlich noch zu klären. Insbesondere die Frage, ob der Unterricht der zweiten Fremdsprache in der Jahrgangsstufe 6 oder 7 erfolge, sei noch offen. Wichtiger sei es im Moment, so Dr. Krobisch, „dass wir gegenüber den Eltern der künftigen 5er nun auskunftsfähig sind. Eine politische Kehrtwende in dieser Frage kann ich mir nicht vorstellen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5310049?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker