Fiege baut in Reckenfeld
140 Fahrten mehr pro Tag

Reckenfeld -

Der Fiege-Bau in Reckenfeld verspricht monumentale Ausmaße. Aber welche Auswirkungen hat er auf den Verkehr. Die Reckenfelder machen sich schon Sorgen.

Samstag, 25.11.2017, 09:54 Uhr aktualisiert: 25.11.2017, 10:00 Uhr
SBS in Reckenfeld ist platt, mit dem Bau der ersten Hallen will Fiege demnächst beginnen. Im September 2018 sollen die ersten drei Hallen stehen, um das Weihnachtsgeschäft für den Mediamarkt abwickeln zu können.
SBS in Reckenfeld ist platt, mit dem Bau der ersten Hallen will Fiege demnächst beginnen. Im September 2018 sollen die ersten drei Hallen stehen, um das Weihnachtsgeschäft für den Mediamarkt abwickeln zu können. Foto: Monika Gerharz

Fiege expandiert in Reckenfeld, 500 neue Jobs sollen bis 2020 entstehen, zu Spitzenzeiten sollen gar 1000 Menschen inklusive Saisonkräfte im neuen Megacenter arbeiten. Heute sind es 120, die dort beispielsweise Zubehör für den Landwirtschaftsmaschinen-Hersteller Claas ausliefern. Die Niederlassung im Industriegebiet Emsdetten-Reckenfeld wird die gesamte Logistik für die Unternehmensgruppe Mediamarkt/Saturn übernehmen. „Verkraftet das die Fiegekreuzung überhaupt?“, sorgte sich jetzt Rolf Grieskamp (Reckenfeld direkt) im Bezirksausschuss Reckenfeld.

Sie verkraftet es. Davon jedenfalls ist Fiege-Direktor Kai Alfermann überzeugt. „Rund 140 An- und Abfahren mehr pro Tag werden wir haben“, prognostizierte er. „Das sind gut zehn pro Stunde.“ Die Einrichtung des neuen Logistikzentrums werde ein Stück weit sogar dazu führen, dass Verkehre vermieden werden. „Wir bündeln Leistungen.“ Es werde seltener als bisher vorkommen, dass Lkw mit halbleerer Ladefläche unterwegs seien.

Eine andere Sorge trieb insbesondere die SPD um: „Welche Qualität werden die Arbeitsplätze haben, die künftig bei Fiege entstehen? „Es wird nicht nur den klassischen Lagerhelfer geben“, versicherte Alfermann. „Durch das Fortschreiten der Technik brauchen wir immer mehr IT-Fachleute, Mechatroniker und andere Handwerker.“ Auch außerhalb der Logistik im engeren Sinne würden Jobs entstehen. „Ein Beispiel ist die Kantine“, sagte Alfermann. „Dafür werden wir ganz neue Berufe brauchen.“

Überhaupt, so Alfermann, werde sich das Arbeiten bei Fiege in Reckenfeld durch den Neubau – im Endausbau sollen 110 000 Quadratmeter neue Logistikfläche vorhanden sein – gewaltig ändern. „Für unsere bisherigen Mitarbeiter wird das eine Revolution.“ Alfermann betonte, dass das neue Logistikzentrum nicht nur für den Großkunden Mediamarkt arbeiten werde. „Es wird ein Multi-User-Standort, damit wir nicht von einem einzigen Kunden abhängig sind.“

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