Novavert Beschattungssysteme
Licht und Schatten im Gewächshaus

Greven -

Das Grevener Unternehmen Novavert liefert Beschattungs-Zubehör für Gewächshäuser in die ganze Welt.

Mittwoch, 06.12.2017, 17:00 Uhr
„Reichstag reloaded“: Für die Kuppeln des Botanischen Gartens in einem Fünf-Sterne-Resort in Vietnam kam in diesem Jahr auch die patentierte Beschattungstechnik des Grevener Unternehmens Novavert Greenhouse Solutions zum Einsatz.  
„Reichstag reloaded“: Für die Kuppeln des Botanischen Gartens in einem Fünf-Sterne-Resort in Vietnam kam in diesem Jahr auch die patentierte Beschattungstechnik des Grevener Unternehmens Novavert Greenhouse Solutions zum Einsatz.   Foto: Privat

Wenn der Weihnachtsstern kurz vor der Adventszeit blühend in den Geschäften eintrifft, könnte das daran liegen, dass diese Pflanze aus einem Gewächshaus mit einem flexiblen Beschattungssystem von Novavert kommt. „Durch künstliche Lichtzufuhr oder auch durch gesteuertes Verdunkeln können unsere Kunden den Wachstumszyklus dieser Pflanzen verkürzen oder auch verlängern, je nachdem wann der Weihnachtsstern auf den Markt gebracht werden soll“, erklärt Niclas Heescher, Inhaber von Novavert.

Damit in einem Gewächshaus so flexibel mit Licht und Schatten agiert werden kann, ist eine Menge Technik und hochwertiges Material notwendig. Die verwendeten Folien erfüllen hohe Qualitätsstandards hinsichtlich Lichtdurchlässigkeit, Brand- und UV-Schutz. Sie sind komplett raffbar und bieten damit ausgefahren Schutz bei zu viel Sonneneinstrahlung und eingefahren eine optimale Lichtausbeute bei bewölktem Wetter. Dabei sind sie an einem von Niclas Heescher entwickelten Schienensystem befestigt, das sowohl montage- als auch wartungsfreundlich ist. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur hat die Technik patentieren lassen – Know-how made in Münsterland.

Doch nicht nur in Gewächshäusern kommt Novavert-Technik zum Einsatz. Auch Raucher profitieren beispielsweise von flexibel einziehbaren Dachsystemen im Außenbereich der Gastronomie. Und im Freiland wird die Technik als Schutz vor Hagel und Frost eingesetzt, um künftig Ernteausfälle zu verhindern, die in diesem Jahr auf Apfelplantagen in Südtirol aufgetreten sind.

Bei seinem aktuellen Projekt gerät der gebürtige Bevergerner ins Schwärmen. „Reichstag reloaded“, nennt er schmunzelnd den aus mehreren Kuppeln bestehenden Botanischen Garten in einem Fünf-Sterne-Luxus-Resort in Vietnam. Denn „die kleinen Kuppeldächer haben mit 36 Metern fast den Durchmesser des Reichstags, die große Kuppel ist mit 51 Metern sogar noch deutlich größer.“ 3258 einzelne Textilsegmente, die hier zu einer ungewöhnlichen Form verbaut wurden, verdeutlichen die Komplexität des Projektes.

Die Kunden, für die das Grevener Unternehmen als Hersteller wie auch als Großhändler tätig ist, sind ebenso vielfältig wie international. Für Gewächshausbauer, Schirminstallateure und auch Gärtner von Kalifornien bis Korea werden individuelle Projekte geplant. Dabei nimmt der deutsche Markt nur einen kleineren Anteil ein. „Die Niederlande mit ihren riesigen Gewächshaus-Flächen von bis zu 50 Hektar ist beispielsweise in Europa ein großer Markt für uns“, verdeutlicht Heescher, der auch Projekte in den USA, Asien, Afrika, Australien und Neuseeland durchführt. „Wie gut, dass meine Frau so vielsprachig und so verständnisvoll ist“, betont der 40-Jährige.

Vielsprachig, weil die in Italien geborene Marketing-Expertin Esther Patruno nicht nur Deutsch und Italienisch, sondern auch Englisch und Französisch beherrscht. Und verständnisvoll, weil sie mit den drei kleinen Kindern während der zehn Wochen Auslandsreisen pro Jahr auf ihn verzichten muss.

Unterstützung erhält sie dabei beruflich wie auch privat von ihrer Schwiegermutter Christa Heescher. Als Gärtnereimeisterin versteht diese die Anforderungen der Kunden bestens und steht mit dem Namen Heescher bereits seit mehr als 40 Jahren für Gewächshaustechnik. Seit 2004 leitet ihr Sohn Niclas das damals noch in Rheine ansässige Unternehmen. Aus dieser Zeit stammt auch der neue Unternehmensname Novavert: zusammengesetzt aus dem Lateinischen „Nova“ für „neu“ und aus dem Französischen „Vert“ für „Grün“ und ergänzt um den englischen Zusatz „greenhouse solutions“, also Gewächshaus-Lösungen, verweist er auf die internationale Ausrichtung des expandierenden Unternehmens.

Mit dem Umzug nach Greven in das ehemalige Stahlbau-Hillebrandt-Gebäude am Hansaring vergrößerte sich 2008 die Betriebsfläche auf 8000 Quadratmeter und die Mitarbeiterzahl auf mittlerweile knapp 20 – weitere Kollegen werden noch gesucht.  

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