Vor 25 Jahren in Greven
Wenn der Albert sauer wird

Sahle will erweitern und darf erst mal nicht. Ein Lkw rammt zwei Sportwagen. Eine teure Woche war das vor 25 Jahren.

Samstag, 09.12.2017, 20:41 Uhr aktualisiert: 09.12.2017, 20:50 Uhr
Der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz ist schon lange Vergangenheit.
Der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz ist schon lange Vergangenheit. Foto: WN Archiv

Manchmal, wenn man mit ihm spricht, merkt man, dass ihm der Schalk im Nacken sitzt. Aber bei der Auseinandersetzung vor 25 Jahren mit der Stadt ging es nicht mehr locker zu, da waren Albert Sahle, damals Junior-Chef des gleichnamigen Unternehmens, und sein Vater Paul Sahle stinksauer. Die ganz klare Aussage der beiden Unternehmer: „Wir verlegen den Firmensitz nach Münster.“ Grund für die Auseinandersetzung war der Plan der Firma Sahle, ihr Verwaltungsgebäude an der Bismarckstraße um ein weiteres Geschoss auf dann drei Geschosse zu erweitern und gleichzeitig das Gelände der KuK-Schuhfabrik für das Unternehmen als Erweiterungsfläche zu nutzen. Die Politik hatte nein gesagt, und die Erweiterungsfläche halbiert. „Nicht akzeptabel“, hieß es aus dem Unternehmen. Der Umzug nach Münster sei definitiv, hieß es in einem offenen Brief Sahles. Aber: Wie man heute sieht, haben Unternehmen und Stadt dann doch noch zueinander gefunden.

Mal so richtig ins „Klo“ gegriffen hatte ein Lkw-Fahrer vor 25 Jahren. Auf dem A1-Rastplatz bei Greven wollte er einparken und holte deswegen anständig aus. Nur dumm, dass ihm dabei ein Ferrari im Weg stand. Den erwischte er und schob die Luxus-Karosse auf einen davor geparkten Porsche. Gesamtschaden: Mal eben schlappe 122 000 Mark.

Ja, damals vor 25 Jahren gab es noch einen fünf Tage dauernden Weihnachtsmarkt. Der wurde damals vom Bürgermeister Hubert Binder auf dem Marktplatz eröffnet. Das Ganze lief unter dem Namen „Grevener Advent“. Aber irgendwie hat sich die Veranstaltung nicht so wirklich etabliert. Irgendwann zog der Weihnachtsmarkt in den Niederort, um dann auch dort ganz langsam einzuschlafen. Jetzt, 25 Jahre später, lebt er im Niederort wieder auf. Der Unterschied: Heute ist der Markt nicht mehr ausschließlich kommerziell. Peter Beckmann

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