Spielhallen
Lizenzen verlängert

Greven -

Neue gesetzliche Regelungen machen es Spielhallen künftig schwerer. Auch in Greven laufen Verhandlungen.

Mittwoch, 20.12.2017, 17:00 Uhr
Nach Schätzung der IHK steht jede vierte Spielhalle vor dem Aus.
Nach Schätzung der IHK steht jede vierte Spielhalle vor dem Aus. Foto: dpa

Jede vierte Spielhalle im Regierungsbezirk Münster steht nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen vor der Schließung. Der Grund: Mit dem Ende der Übergangsfrist für den Glücksspielstaatsvertrag am 1. Dezember gelten strengere Regeln für die Branche. So muss zum Beispiel eine Spielhalle mindestens 350 Meter Abstand zu Jugendeinrichtungen halten. Für diese Reglung gibt es aber einen Bestandsschutz. Der ausgeschiedene Leiter des Grevener Ordnungsamtes, Michael Schreiber, hat allen Spielotheken deshalb eine Lizenzverlängerung bis 2021 erteilt. Auch die Regelung, dass die Spielotheken, die weniger als einen Abstand von 350 Metern zur nächsten Spielhalle haben, geschlossen werden müssen, wird in Greven zunächst nicht umgesetzt, da unklar sei, welche der betroffenen Spielotheken denn geschlossen werden müsse.

Bei den beiden Doppelspielhallen (an der Alten Münsterstraße und in Reckenfeld) ist die Stadtverwaltung aktuell in der Klärung, mit dem Betreiber einer Spielhalle gerichtlich, mit dem Betreiber der anderen außergerichtlich. „Die Verfahren laufen, wann eine endgültige Klärung herbeigeführt wird, lässt sich im Moment leider nicht sagen“, so Dr. Andrea Rauße-Rüther, Sprecherin der Stadtverwaltung.

400 Spielhallen gibt es derzeit im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region. „Viele Spielhallenbetreiber haben bereits im Vorfeld angekündigt, dass sie gegen Schließungsbescheide klagen werden“, so Jens von Lengerke, IHK-Abteilungsleiter Handel und Dienstleistungen.

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