„Spiel des Lebens“-Filmpremiere
Wenn Bösewichte Helden werden

Greven -

Der Film „Filmdes Lebens“ entstand durch eine Zusammenarbeit der Stadtbibliothek und dem Münsterlandkrimi-Autor Klaus Uhlenbrock im Zuge der Schreib- und Filmwerkstatt Schreibland NRW. Er feierte nun am Dienstagabend in der Stadtbibliothek Premiere.

Mittwoch, 10.01.2018, 23:29 Uhr aktualisiert: 12.01.2018, 14:48 Uhr
Sie haben ihren Film in der Stadtbibliothek vorgestellt. Diese Jugendlichen aus Greven hatten bei der Produktion Hilfe vom Münsterland-Krimi-Autor Klaus Uhlenbrock .
Sie haben ihren Film in der Stadtbibliothek vorgestellt. Diese Jugendlichen aus Greven hatten bei der Produktion Hilfe vom Münsterland-Krimi-Autor Klaus Uhlenbrock . Foto: Vera Brüssow

Wenn die Helden aus Büchern plötzlich zu Anti-Helden werden, die Geschichten einen anderen Lauf nehmen und das Ende neu geschrieben wird, muss etwas Böses passiert sein.

Würden sich die Bösewichte Lord Voldemort aus „Harry Potter“, Capricorn aus „Tintenherz“ oder Davy Jones aus „Der Fluch der Karibik“ mit dem Leibhaftigen, dem Teufel aus der Bibel, verbünden und gegen die Helden der Bücher kämpfen, wäre nichts mehr, wie es einmal war. Das kann doch nicht der Wunsch der Autoren gewesen sein, dennoch verfolgt die weibliche Leibhaftige in „Spiel des Lebens“ genau diesen Plan.

Der Film entstand durch eine Zusammenarbeit der Stadtbibliothek und dem Münsterlandkrimi-Autor Klaus Uhlenbrock im Zuge der Schreib- und Filmwerkstatt Schreibland NRW. Er feierte nun am Dienstagabend in der Stadtbibliothek Premiere.

Im Film wendet sich die Leibhaftige an die vier besten Vorleserinnen aus aller Welt. Die Mädchen Kiki, Frida, Charly und Amy-Lara haben eine große Gemeinsamkeit: Sie können Personen und Charaktere aus Büchern lebendig lesen und haben durch ihr Talent Vorlesewettbewerbe gewonnen. Die Leibhaftige möchte sich diese Gabe zunutze machen und fordert die Mädchen zu einem Spiel auf: „Es ist ein Spiel, das einen höheren Gewinn als nur Geld verspricht.“ Die Spielregeln dieses Spiels sind keinem der Vorleserinnen vorher bekannt, weshalb sie vollkommen ahnungslos in der Stadtbibliothek für das „Spiel des Lebens“ zusammenkommen.

Die Leibhaftige verfolgt einen teuflischen Plan. Sie möchte, dass sich die Mädchen in die von ihr ausgewählten Bücher hinein- und die Bösewichte aus den Büchern herauslesen. So sollen die Mädchen die Rolle der Bösewichte einnehmen, und das Ende des Buches neu erfinden, sodass die Bösen zu Helden werden. Doch, dass dieses Vorhaben nicht ganz so aufgeht wie geplant, damit hatte die Leibhaftige nicht gerechnet.

Wer das Ende des spannenden Filmes sehen und erfahren möchte, was Hermine aus „Harry Potter“ und Meggie aus „Tintenherz“ damit zu tun haben, der sollte sich „Film des Lebens“ auf dem YouTube-Kanal von Klaus Uhlenbrock ansehen. Seit September arbeiteten zehn Jugendliche bei elf Treffen an einem Drehbuch. „Die Szenen für den Film wurden an sieben Drehtagen in der Stadtbibliothek gedreht“, erklärte Sigrid Högemann. Sie ist begeistert von der Einsatzbereitschaft der Jugendlichen, die ihren vollen Ehrgeiz in das Filmprojekt steckten und ist stolz auf das Ergebnis: „Der Film ist unglaublich spannend. Er hat mich vom Anfang bis zum Ende gepackt.“

Auch Autor Klaus Uhlenbrock, der die Treffen mit den Kindern leitete und die Kameraführung und den Schnitt übernahm, ist sichtlich erfreut über das Ergebnis. Er dankte den Kindern mit ihrer eigenen DVD.

Die zehn Jungschauspieler verkörperten ihre Rollen wie echte Profis, die Aufregung vor der Kamera war niemandem anzumerken. Die Message von „Spiel des Lebens“ kam klar an: Bücher können die Welt verändern.

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Im September startet das neue Projekt der Schreib- und Filmwerkstatt, bei dem ein dritter Film geplant, geschrieben und gedreht werden soll.

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