Fr., 12.01.2018

Wörtersuche Die komplette Liste der typischen Grevener Begriffe  

Die Jury hat getagt

Die Jury hat getagt (v.l.): Redaktionsleiter Günter Benning, Dr. Karl-Christian Schaefer, Hans-Dieter Betz und Wolfgang Fundke. Foto: Günter Benning

Greven - 

Welche Grevener Worte sind es wert, der Nachwelt erhalten zu bleiben? Hier ist die komplette Liste mit Erklärungen der Begriffe.

Von Günter Benning

GREVEN. Nein, Greven ist nicht Köln. Oder Münster mit seinem Masematte. „So viele spezifisch Grevener Worte gibt es dann doch nicht“, meint Dr. Karl-Christian Schaefer bei der Jury-Sitzung für die Grevener Wörtersuche. Fast 200 Begriffe waren nach einem Aufruf in dieser Zeitung in der Redaktion gelandet. Rund 100 werden auf einem Plakat verewigt, das Wolfgang Fundke demnächst drucken will.

Da hatte die Jury mit Fundke, dem Historiker Schaefer, Redaktionsleiter Günter Benning und Heimatforscher Hans Dieter Betz am Dienstag die Qual der Wahl.

Klar, sowas wie „Ventilgummi-Bar“ für Ottos Kneipe gehört der Nachwelt erhalten. Auch über Ahlerts Dümmel, Emsinsel oder Askes Jans und Adler Bier gab es eine flotte Entscheidung. Das gibt es nur in Greven.

Die vielen ebenfalls vorgeschlagenen Eigennamen wie Berlagen Bernd, Bettlers Lies oder Brünings Hiärm wurden allerdings aussortiert, weil sie doch wenig Langzeitwirkung haben. Ebenso wie reine Ortsbezeichnungen wie Minnebuschsiedlung oder Bakenkreuz – dann hätte man noch viel mehr nehmen müssen.

Gnade fand dagegen das noch existierende „Beckers Kreuz“, der gar nicht alte Wirt „Tanki“, die „Sieben fetten Bauern“ ebenso wie der „Domhof“ in Schmedehausen. Auch die schmucklosen und doch unverwechselbaren Grevener Begriffe „FMO“ und „KÜ“ werden auf dem Plakat zu finden sein, das zum Frühjahrsmarkt erscheinen soll.

Hier ist die komplette Liste der eingereichten Wörter. Die ersten 55 davon sind von der Jury bevorzugt worden. Bei den übrigen findet sich die Erklärung, die uns unsere Leser eingereicht haben. Wer noch mehr Erklärungen dazu hat, kann sie gerne an redaktion.gre@zeitungsgruppe.ms senden. 

Wörter Erklärung
Ächter de Lake Hinter der Lake
Adler Bier Typisches Grevener Bier
An der Päppel Badestelle an der Ems in Höhe des heutigen Friedhofes, jenseits der L 587 (B 219) und Emsdeich. "Wir durchquerten gelegentlich die Ems und badeten im Gronowe´s Dümmel, mussten aber ab Mitte der 1950 Jahre aufpassen, dass wir nicht rot, grün oder blau aus dem Wasser kamen. Genau gegenüber der "Päppel" befand sich die Abwasserleitung aus der Färberei I. Schründer & Söhne", schreibt unser Leser.
Aolt-Graiwen ehemalige Kneipe in der Marktstraße (Inh. Schiffels)
Aschkes Jans Johannes Asche - Grevener Ausrufer, der mit einer Glocke durch die Stadt lief und amtliche Bekanntmachungen mitteilte. Ausgestattet mit einer schicken Uniform zog er mit einer dicken 
Handglocke durch Greven, um öffentliche Bekanntmachungen zu verkünden. Die Glocke war weithin zu hören, und viele Zuhörer kamen angelaufen, um das Neueste zu erfahren.
Auf'm Hügel Ebenfalls ein Vorschlag für das ehemalige Arbeiterviertel rund um die Friedrich-Ebert-Str. (oder auf Platt Hüwel)
August Wieners Grevener Mundartdichter
Beckers Kreuz Gefährliche Kreuzung (früher viele Unfälle) zwischen
der Landstraße nach Westbevern und der Straße von Gelmer in Fuestrup
Der rote Leo  
Die sieben fetten Bauern gemeint sind damit die Bauern an der Pentruper Mersch ( Albertmann ,Pugge(Früher Theismann) Wermelt, Benning Kokenbrink
Domhof geläufige Bezeichnung für den Dorfkern; ist auch im Straßennamen enthalten
Ede Rettig Eduard Rettig, Grevener Original, Friseur und Mitglied im Schützenverein Bürger Schützen
Emsian "Unter diesem Pyseudonym schrieb mein Vater "Charly" (Carl Schumacher) als Chefredakteur für die Westfälischen Nachrichten", schreibt die Leserin.
Emsinsel Früheres Gebiet zwischen der alten Emsschleife, die bis in
den Niederort hineinging und der jetzigen Ems
Emspünte  
Fiskediek Das passierte ebenfalls, jedoch schon vor dem Kriege mit den Tümpeln, die unter „Fiskediek“ bekannt waren.
Flachsröste Die Straße „Flachsröste“ in der unmittelbaren Nähe hatte bestimmt ebenfalls Verbindung zu den Tümpeln hin, in denen früher wohl Flachs „geröstet“ wurde zwecks späterer Bearbeitung.
FMO  
Franz-Felix-See  
Gaststätte Zur haugen Mäse ebenfalls ein Spitzname für Ottos Kneipe, da Ludwigs Schwester ein ausladendes Hinterteil gehabt haben soll, auf dem man angeblich Biergläser abstellen konnte.
Greiwsken WInd In den früheren Zeiten, in der Ortsneckerei an der Tagesordnung war, wurden die Grevener von den Nachbargemeinden mit „Greiwsken Wind“ betitel. Der Titel lebt ja noch heute in Karnevalsangelegenheiten.
Gronenburg Eine andere bekannte Grevener Örtlichkeit ist natürlich die „Gronenburg“, vor und während des 2. Weltkrieges Munitionsgelände.
Heemanns Moppen Lebkuchen der Bäckerei Heemann, die mit einem Verkaufswagen auf Märkten unterwegs war.
Klaterbiärg Der wird in einem bekannten Grevener Gedicht „De Spook van’n Klaterbiärg“ benannt.
Knackemeier Spitzname für Willi Krachten, FDP-Ratsherr und Schreibwarengeschäftsbesitzer
Kuddelstiege Laut Ferdinand gen. Ludwig Pietig alter Name für die Bergstraße, Vieh hinterließ dort die Ausscheidungen
Laumanns Waage Auf der „Insel“, gegenüber der Wirtschaft Laumann befand sich „Laumanns Waage“, auf der alles an größeren Gefährten gewogen wurde.
Männertaufe alter Brauch
Middendorfs Kämpken Hierbei handelt es sich um eine frühere Badestelle an der alten Ems hinter dem "Grevener Stadtwald
Mutti Halstrup Ehemalige Besitzerin der Strickerei Halstrup an der Saerbecker Straße. Die Mitarbeiterinnen sollten nicht miteinander reden, wenn Mutti Halstrup in den Fabrikhallen erschien,
stimmten die Mitarbeiterinnen Kirchenlieder an, da Mutti Halstrup auch sehr fromm war .  
Nierodde Niederort - als zentraler Ort in Greven könnte ebenfalls Verwendung finden. Er kommt von dem niederdeutschen Wort „nie Rodde“ = neue Rodung“. Er muss also uralt sein.
Ober-Schenkel Lehrer Schenkel aus Gimbte, der allgemein als Ober-Schenkel tituliert wurde.
Öppe  
Piepenmaker Wesselmann Das Haus Wesselmann steht noch an der Münsterstraße Ecke Friedenstraße. Der Inhaber war in Greven ein Begriff. Er fertigte Pfeifen und Holzschuhe
Pile Herkarn Konrektor an der Josefschule
Pluggen Hiärm  
Pommes Herbert Herbert Rosin (Pommesbuden-Betreiber)
Pottheide Hier wurden in den letzten Jahrhunderten zahlreiche Gefäße/Urnen aus vorchristlicher Zeit gefunden, daher der Name; bezeichnet auch heute die sehr dünn besiedelte große Fläche, die unmittelbar an Ladbergen angrenzt
Pünte / Emspünte  
Reli Theater Reli = Rengers Lichtspiele / Greven's letztes Kino
Rote Mühle Ehemalige Diskothek
Rote Tinte-Viertel Viele Lehrer haben in den sechziger Jahren zwischen Mühlen und An der Gronenburg ihr Haus gebaut
Sachsenhof  
Schmiëhusen Schmedehausen, beinhaltet das Wort „Schmiede
Schöneflieth Einmalig für Greven
Snuff Derken Neben Pluggen Hiärm ein weiteres Grevener Original, stammte von der Hotelfamilie Derken am Marktplatz(später das erste Grevener Rathaus) ab. Da er kaum Geld hatte, lief er schnüffelnd durch das Dorf und lud sich selbst dort zum Essen ein, wo es für ihn am Besten roch
Steinerne Schleuse Schleuse am Max-Clemens Kanal, Überreste noch sichtbar am Hotel Wermelt- Lengermann in Westerode
Tanki Wirt von „Otto’s forever“, damaliger Pächter der Tankstelle an der Saerbecker Straße (vor ehemals Reifen Fauth)
Tante Töni Antonia Weiligmann, letzte der Weiligmann-Tanten im Tante-Emma-Laden der Familie Weiligmann-Schlichtmann neben der Schmedehausener Kirche
Ticke-Ticke Uhren Micke  
Tom Dooly Original, das mit einem Wagen zu den Geschäften fuhr und Altpapier abholte.
Ventilgummi-Bar Viele Grevener bezeichneten so die Gaststätte Ludwig Otto, als der Inhaber noch selbst zapfte.
Vorne befand sich seine Kneipe, im rückwärtigen Teil ein Fahrradhandel mit Reparaturwerkstatt.
Ab und zu stand auch vorne in der Gaststätte ein Fahrrad im Schaufenster.
Witte Över große Emsauswaschung der früheren Jahre. Heute befindet sich der neuere Teil des Friedhofs dort. Der Name „Witte Öwer“ wurde auch früher gerne mit dem Friedhof an der Saerbecker Straße in Verbindung gebracht. Wenn jemand gestorben war, so hieß es: „Dän häbbt se nao’n ‚Witten Öwer‘ bracht
Wöste heutiges neues Baugebiet, früher: landwirtschaftliche Flächen und Abenteuerspielplatz für Kinder aus dem Albachten Esch und dem Grevener Süden
Zur dicken Linde / Bertlings Pütt Kneipe in der Marktstraße (Familie Bertling)
   
Adrian Hübers Wirt
Aechterhook bezeichnet die Region etwa jenseits des Dortmund -Ems-Kanals, der Begriff ist aber auch schon wesentlich älter als der Kanal selbst
Ahlerts Dümmel Ich bin dort groß geworden und mein Elternhaus lag direkt am Deich (heute Schweifel). Es ist richtig, dass dort die Kinder gebadet und schwimmen erlernt haben. Ebenso wurden diese im Winter zum Schlittschuhlaufen genutzt. Diese Dümmel sind entstanden als Tränken für die Kühe die dort im Sommer auf der Weide standen.
Alfons Mersmann Pfarrer
an toch Wenn etwas wieder in Bewegung kommt
Anton Minnebusch ehemaliger Bürgermeister
Anton Rieke Grevener Mundartdichter
Aolle Fabrik GBS
Bademeister Tutti  
Bakenkreuz früheres Kreuz am Beginn der Bakenstrasse (daher der Name für die Strasse), das bis 1861 dort stand. U.a. Treffpunkt überregionaler Versammlungen (Fürsten, Bischof etc.) in Greven bis ins
18 Jhdt
Berlagen Bernd ehemaliger Gastwirt des Hoeker Hofs
Bernard Nettmann Wirt
Bettlers Lies  
Brünings Hiärm  
Bummtata  
Bürgermeiser von Hembergen Legendärer, älterer Herr mit einfachen Klamotten, der in den 70ern zu den öffentlichen Parties in/um Greven mit dem Rad fuhr und sich unter die Jüngeren mischte. Sein Spruch: "Ick  häv
dat Bett dabie", wenn nach seiner Tasche auf dem Rad gefragt wurde.
Carl Pröbsting Grevener Mundartdichter
Commerzkiste Commerzbank
Cramer-Inlett Label von Fa. Anton Cramer
Deibel schlach! plattdeutsch, bedeutet soviel wie "Donnerwetter"; der Ausruf wird heute sogar wieder vielfach von der Jugend verwendet
Döhne  
drocke Tied plattdeutsch, bedeutet soviel wie "stressige Zeit" und ist deshalb leider allgegenwärtig
Dümmel die beiden „Dümmel“, „Ahlerts Dümmel“ und „Gronovers Dümmel“, die früher gerne zum Baden benutzt wurden
Floh Spitzname von Handballnationalspielerin Christa Deparade von
Greven 09
Franjo  
Franz Epping Grevener Mundartdichter
Freibank Ebenso befand sich auf der „Insel“ die „Freibank“, auf der an bestimmten Tagen Fleisch aus Notschlachtungen verkauft wurde
Freilichtbühne  
Fritz Pölking Grevener Naturfotograf
Gardisette Gardinenlabel von Cordima
Gersbüsche Gelände am Friedhof, wo heute der neue Friedhofsteil ist. In den 50/60er Jahren war das Gelände tief gelegen, da ging der alte Emsarm. Außerdem gab es da eine Müllhalde, die öfter Ärger machte. Der alte Emsarm war im Winter zugefroreren, wir haben da Wintersport betrieben.
Glane Flußbezeichnung beginnend ab der Warendorfer Kreisgrenze bis zur Eltingmühle, ab dort heißt der Fluss dann Eltingmühlenbach, ist auch Namensgeber für den etwa 6 km langen "Glanering
Greiwske Wind Karnevalszeitung der KG Emspünte
Grinsebake  
Grünes Ufer Wovon der Name „Gronover“abgeleitet wurde. Da der Hof als Frankenhof wohl an die tausend Jahre alt ist, muss der Name ebenso sehr alt sein.
Haarspange des Riesen Goliath  
Hähnken  
Hajo  
Halbmond Halbmond ist der Uraltarm der Ems in Höhe der alten Kläranlage am Ende der Straße Am Diepohl bezeichnet. Diese beiden Begriffe wurden früher verwendet, wenn man sich zum Schlittschuhlaufen im Winder verabredet hat. Oder aber im Sommer zum Baden in der Ems am Halbmond verabredete.
Halstra-Moden Label von Strickerei Halstrup
Handweiser  
Hase  
Hassel Richtung Gimbte, von der „Aldruper Straße“ beginnend“, Gemarkung „Hassel“. Hier spielten sich vor dem Kriege Treffen vom Kriegerverein.
Hauge Mäse  
Hellmanns Toten Arm Der tote Emsarm an der Straße Zur Kibitzheide
Heme Teil Grevenes nach dem der Hemeweg benannt wurde
Hoeker Pütt Frühere Gaststätte von Bernhard Berlage
Hohe Maes Ludwigs Schwestern , Else und Karola, führten die Kneipe. Bei den Stammgästen hatte Else wegen ihrer ausladenden Hüften den Spitznamen „ Hohe Maese“. Manche sagten auch: „Da kannst du auch ein ganzes Tablett drauf abstellen!“
Höpings Meer Kleine Tümpel an der Zufahrt von der L 587 in Höhe von Höpings Mühle zum Golfplatz in Aldrup.
Hoss Spitzname von Gerd Nordenkemper, ehemalige Mühle Nordenkemper, früher
Münsterstr.
In den Bergen große Emsauswaschung der früheren Jahre. Heute befindet sich der neuere Teil des Friedhofs dort
J. Chr. Biederlack Grevener Unternehmer.
Jans Bum cenus damit ist der Nepomuk Ecke Kapellenstraße / Johannesstraße gemeint.
Jockel  
Johann Wilhelm Gröninger Bildhauer (Kreuzigungsgruppe Altar Martinikirche)
Jugendwoche und Theaterjugendtage Diese kulturell hochwertigen und für Greven bedeutsamen Veranstaltungen prägten eine ganze Generation.
Justus Kleinwächter Pater; beim Fallschirmspringen tödlich verunglückt; nach ihm wurde die ehemalige Realschule benannt
Kammer das Gelände um den Johanneswinkel
Kaninchenhügel etwas weiter oberhalb der Killekule befand sich der Kaninchenhügel, für uns Kinder im Winter wunderbar zum Rodeln. Dieser Hügel besteht noch heute; damals gab es dort keine Wohnsiedlung. Das fganze gebiet nannte man am "Kaninchenhügel"
Käuffers Hügel Platz an der Ecke Bergstr., Martinistr.
Kaups Meer „Meer“ bedeutet ‚stehendes Gewässer‘. Ältere Grevener werden sich noch an diesen Tümpel erinnern. Es soll dort auch ein Kind da drin ertrunken sein. Der Tümpel wurde vor der Bebauung des Areals zugeschüttet.
Kellers Loch Die Senke auf der Saerbecker Straße kurz hinter dem Bauernhof Feddermann hieß (heißt)„Kellers Lock“. Bei der Neuanlegung der Straße nach Saerbeck wurde das „Loch“ größtenteils eingeebnet. Die B 219 überquert hier den Mennigbäumerbach
Killekuhle Hierbei handelte es sich um ein Tümpel, der am Ende der Braamstiege, die hier in die Emsaue führt. Im Sommer haben wir uns dort aus alten Kanistern und einer Zinkbadewanne ein Floß bebaut
Killekule Am Emsufer, wo die Aa in die Ems müdet, gab es zu meier Kindheit 1934 - ? einen Sandstrand mit dem Namen Killekule, wo wir Kinder von der Mühlenstraße im Sommer baden gingen
Kirchenschweitzer  
Klaternberge Ehemals unheimlicher Ort an der früheren Landstr. von
Greven nach Gimbte in Höhe der Autobahnbrücke, der durch den Bau der A1
fast ganz verschwunden ist; es soll dort gespukt haben und vor dem Krieg
eine Frau ermordet worden sein
Klein Bonanza Abfälliger Name für Reckenfeld
Kleine Kö ehemalige Kneipe an der Königstr. gegenüber ARAL(jetzt
Esso)-Tankstelle
Knebbel Beeichnung für Bauer
Kroner Heide beginnend am Stadtrand von Greven und zieht sich quer durch Schmedehausen
Kanalüberführung in Fuestrup - das Kürzel kennt jeder Grevener
Kuhtrog Uralter Feldweg der Bauern von der Berstraße in Richtung
Niederort
Ladysar  
Lambertusmarkt Markt am Kirmes Montag Morgen
Landskrone und Eltingmühle Wenn Sie sich alte Landkarten beispielsweise aus dem 16. oder 17. Jahrhundert anschauen, finden Sie dort bereits folgende "Landmarks", die damals bereits überregional bekannt waren und auch heute noch mehr als geläufig sind: alte Poststationen, Pferdewechselstellen und Gastwirtschaften und alter Mühlenbetrieb
Landsmann Polizeimeister
Langschläfermesse  
Ldwig Terfloth Grevener Mundartdichter
Lothar  
Ludwig Mühlmann Wirt (Gaststätte Waltermann)
Ludwig Otto Wirt/Fahrradhändler
Lumpi  
Marianne Werner bekannte Grevener Sporotlerin
Marktheini  
Mies Bröker stammte aus Gimbte und war vielseitige Kraft im Grevener Maria-Josef- Hospital
Minnebusch Siedlung  
Minnebuschsiedlung Siedlungsgebiet westlich der Emsdettener Straße, an dessen Entstehung nach dem letzten Krieg der Grevener Bürgermeister Anton Minnebusch wesentlichen Anteil hatte
Montargis  
Möscheln  
Norwub Als Norwub wurde (wird) der Uraltarm der Ems in Höhe des Hundeplatzes in den Wentruper Bergen (Püppkesberge)
Ömmes  
Ottos Ventilbar Ludwig Otto reparierte hauptberuflich Fahrräder. Zur Werbung legte er
oft 2-3 Fahrradventile ins Schaufenster. Die Schaufenster waren die
normalen Kneipenfenster. Es kam auch vor, dass er ein ganzes Fahrrad
im Fenster aufgehängt hat.
Overmans Berge Damit bezeichnete man früher den Grevener Süden jenseits der Overmannstraße. Das Gebiet war kaum bewohnt, teils hügelig und sandig und war bewaldet. Es reichte bis Richtung jetziger BAB und Stadtwald an der Schützenstraße.
Palmsonntag  
Peef Temming  
Piepenmacher Wesselmann altes Fachwerkgebäude Ecke Friedenstraße/Münsterstraße (heute Nagelstudio?), -früher: Verkauf von Haushaltsgegenständen aus Holz und allerlei sonstigen Gegenständen. Nicht zu vergessen die losen Süßigkeiten in Gläsern auf der Verkaufstheke. Da gab es für 20 Pfennig eine ganze “Kollektion“ an Leckereien
Pölk Kurzbezeichnung für die frühere Gaststätte Mersmann-Pölking an der Friedrich-Ebert-Str. auf dem
Hügel
Pons Beuning Alfons Beuning
Postdamm Verbindungsstraße zwischen Münster und Osnabrück, der Name spricht für sich
Prüemel "Her mit Grevens Wörtern" war für mich eine Aufforderung mich an meinen Vater, Martin Holling, geb. 1901 in Greven, verstorben 1976, zu erinnern. Vater hatte einige Ausdrücke, die ich sonst noch nie gehört habe, So sagte er manchmal zu meinem kleinen Bruder "Du Prüemel". Eine Gaststätte an der Marktstraße nannte er "Hauge Mäse", wegen der langbeinigen Wirtstächter.
Prumentörtchen Gebäckspezialität aus dem alten Greven; Gebäck aus Mürbeteig und Dörrpflaumen
Pünne Spitzname von Werner Wellenbrock, bekannter Aussenstürmer von
Greven 09 Ende der 60er, Anfang der 70 er Jahre
Pütz Volkstümlicher Name für den Dorfbrunnen auf dem Marktplatz
(bis 1861)
Recki-Tecki Ortsteil Reckenfeld
Rennfahrer Paul Paul Ossege) Er fuhr mit seinem Fahrrad durch Greven und Umgebung,
um die Bild-Zeitung zu verkaufen. Preis des Blattes war damals 10 Pf.
Manchmal versuchte er auf 20 oder 30 Pf zu erhöhen. Ein Kunde
beschwerte sich :“Auf der Zeitung steht doch 10 Pf.!“ Antwort:
„Glaubst du denn alles, was in dieser Zeitung steht?“
Seine tief gebückte Haltung über dem Fahrradlenker ähnelte der eines
Rennfahers.
Sandweg Damit bezeichnete man früher den Grevener Süden rund um die Schützenstraße ab der Bäckerei Muhmann, da ab dort die Schützenstraße nicht mehr gepflastert oder geteert war, sondern ein Sandweg war. Aber auch das gesamte Gebiet war sandig
Satex  
Schäsken fahren Auf der Grevener Kirmes - Karusell fahren
Schäskes ölen  
Schem Brücke für Fußgänger über die Ems.
Schickermannallee Ich hab vergessen wo die Strasse mit diesem
Spitznamen liegt (Guntrup ?
Schlangenbusch befindet sich an der Straße Zur Kiebitzheide parallel zur Ems zwischen BAB und "Hellmanns Toten Arm".
Schlangenwald oder der Hassel Der Wald zwischen Ems und Gimbte
nahe der A1, hatte viele Buchen (glatte, hohe Stämme), "Schlangenoptik"
Schlangenwirt oder "Zur Schlange" (offizieller Name: Safari-Stuben):
Kneipe an der Schöneflieth nachdem Burchhards diese Anfang der 70er
Jahre übernommen hatten; so genannt, weil im Thekenraum ein Terrarium
mit einer Schlange stand.
Schmedehausen bereits über 1000 Jahre alter Begriff und abgeleitet von einer alten Schmiede
Schmieriger Löffel Böswilliger Name für die Gaststätte "Zur Waldesruh", Familie Potthoff
in Hüttrup/Westladbergen
Schnatgang  
Snaotgang und Männertaufe Schnatgang
Snuff Derken Es wird gesagt, dass der Mann andauernd schniefte.
Es gibt einen kleines Gedicht über ihn
Hier ligg Gottfried Derken,
in de Jugend was he en Fiärken,
in’t Aoller was he en Swien.
Wat magg he nu wull sien?
Spasskasse Kreissparkasse
Tante Töni (Schmedehausen)  
Tied'nog                             Über der Theke bei Wauligmann
Toni  
Tönnekesberg der höchste Berg der Püppkesberge
Toter Arm Der alte Emsarm ca. 250 m stromaufwärts von Schöneflieth; war früher beliebtes Anglergebiet, hab mit meinem Vater dort an der Einmündung zur Ems schwimmen gelernt.
Tutti, Bademeister (Agnischok) Ich erinnere mich an ihn als einen allseits beliebten, freundlichen Schwimmlehrer. Meine 3 Söhne haben bei ihm ihre ersten Schwimmprüfungen gemacht. Der ganze Kursus kostete
damals 3 DM. Als Belohnung hat er den Kinder aus eigener Tasche je ein Eis spendiert. Damit war die Kursgebühr schon verbraucht.
Ucht  
Ventilgummi-Bar Ludwig Otto hatte im hinteren Teil des Gebäudes, heute "Blue Dog", seinerzeit eine Fahrradwerkstatt mit direktem Zugang zum Schankraum. In diesem stellte er im rechten Schaufenster Fahrradzubehör, wie Fahrradklingeln, Flickzeug, Ventile etc. und im linken, getrennt durch einen Vorhang, Fahrräder aus. Auch zu später Stunde konnte man hier nicht nur Bier und Korn sondern
auch bei einem platten Fahrradreifen noch "Ventilgummis" erhalten.
Volksdose Volksbank
Weißes Ufer Große Emsauswaschung der früheren Jahre. Heute befindet sich der neuere Teil des Friedhofs dort
Wicht für Mädchen ((evtl. plattdeutsch)
Wilhelm Achtermann Bildhauer, wohnte zeitweilig in Gimbte
Wilhelm Palmes Maler/Künstler
Winninghoffs Pättken wurde auch Blausiegel Gässchen genannt  
Wurtpenninge jährlich Abgabe (11 Schillinge) der Kirchstr.-Bewohner an die Überwasserkirche in Münster als Besitzer des ehemaligen Meinhardshofes an der Kirchstraße (ist den Häuser gewichen)
Wutz  
 
   


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