Jahrgangsinterner Schulwettbewerb der Gesamtschule
Mausefallen-Rennautos

Greven -

Bei einem internen Jahrgangsstufenwettbewerb im Mausefallenauto-Weitfahren kamen Schüler der Gesamtschule auf ausgefallene Ideen.

Mittwoch, 17.01.2018, 21:56 Uhr aktualisiert: 17.01.2018, 22:00 Uhr
Zwei Schallplatten und eine Mausefallen – fragt sich jetzt, wie weit das fährt.
Zwei Schallplatten und eine Mausefallen – fragt sich jetzt, wie weit das fährt. Foto: Gesamtschule

„Es war schon ganz schön viel Arbeit“, sagt Neuntklässlerin Antonia, Teampartnerin von Tina, Jan und Lucien, ohne dabei die Begeisterung in ihrer Stimme verbergen zu können.

„Wir trafen uns außerhalb der Schule nachmittags bei einer Freundin und wählten für unser Auto dünnes Holz. Für die Räder nutzten wir Korkuntersetzer, die die Mutter einer Freundin für uns holte. Da die Untersetzer sehr dünn sind, klebten wir für die Stabilität zwei aufeinander.“

Insidern ist klar, dass bei Antonias Ausführungen nur die Rede sein kann von dem internen Jahrgangsstufenwettbewerb im Mausefallenauto-Weitfahren.

„Am Anfang der Jahrgangsstufe 9 dreht sich alles um das Konzept Energie. Zunächst befassen sich die Schüler mit dem Hookeschen Gesetz und der Spannenergie“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gesamtschule.

Mit den Mausefallen werden Energiespeicherung und -umwandlung wunderbar verdeutlicht. Gleichzeitig müssen aber auch Kraftübertragung, Schwerpunkt und Reibung beachtet werden.

„Der Wettbewerb eröffnet also die Physik sehr handlungsorientiert“, so die Physiklehrer Hermann Stubbe und Kai Finke.

„Als Rennbahn nutzten wir den Flur vor dem Physikraum. Herr Stubbe“, erläutert Antonia das methodische Vorgehen, „zeichnete eine Startlinie ein und legte ein Maßband an die Strecke. Mit einem Stab konnte er exakt die Weiten abmessen.“

„Der Rekord liegt im Moment bei 12,5 Meter“, weiß Finke zu berichten. Eine Distanz von mehr als zehn Metern kann sich das Team Alessia, Carina und Lea auf seine Fahnen schreiben.

„Wir dachten darüber nach, was leicht ist und wählten für unser Auto zwei Schallplatten als Räder. Die Mausefalle befestigten wir an einer Stange“, sagt Alessia und fügt hinzu: „Wir haben für unser Auto die Note 1 bekommen!“ Dieselbe Idee verfolgte aus der Parallelklasse das Team ‚Teletubbies‘.

„Man braucht ein Grundkonzept“ erläutert Manuel, der mit seinen Teamkollegen Alex, Christopher, Okan und Marcel für die Karosserie Pappe und Lego-Spielzeugräder installiert hat. Der Bau an sich, für den auch der Technikbereich der Schule genutzt werden kann, ist dann gar nicht mehr so schwierig.

Die Endausscheidung der Mausefallen-Autos findet in der Gesamtschule am Tag der offenen Tür, Sonntag, 28. Januar, im Anschluss an die offizielle Eröffnung in dem Bereich der Naturwissenschaften statt.

Zukünftig sollen die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Informatikkurs computergestützt ausgewertet werden.

Aber, soviel kann schon mal verraten werden: Dem Siegerteam im Jahrgangs­endausscheid im Mausefallenauto-Weitfahren winkt ein attraktiver Preis.

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