Finanzierung steht noch nicht
Ditib-Gemeinde will eine Moschee bauen

Greven -

Seit Jahren träumt die Grevener Ditib-Gemeinde von einer neuen Moschee. Jetzt könnte es konkreter werden: In einer Anwohnerversammlung schon vor Weihnachten wurden an der Gutenbergstraße die Pläne der muslimischen Gemeinde vorgestellt.

Donnerstag, 18.01.2018, 08:57 Uhr aktualisiert: 18.01.2018, 15:52 Uhr
Möglicher Standort für eine neue Moschee: Das Top-Tennis-Gelände an der Gutenbergstraße.
Möglicher Standort für eine neue Moschee: Das Top-Tennis-Gelände an der Gutenbergstraße. Foto: Günter Benning

Der Ditib-Verein will sich aber mit weiteren Informationen noch zurückhalten: „Wir müssen erst einmal die Kreditfragen klären.“

Derzeit befindet sich die Moschee des Vereins an der Alten Bahnhofstraße im einem ehemaligen Verwaltungsgebäude eines Textilunternehmens.

Allerdings ist das Gebäude sanierungsreif, es gibt keinen großen Gebetsraum und für die rund 300 Familien der Gemeinde ist es eng. Denn die Moschee ist gleichzeitig Gebetsraum, Treffpunkt und Gemeindezentrum.

Als mögliches Grundstück hat die Gemeinde den ehemaligen Tennisplatz neben der Soccerhalle an der Gutenbergstraße ins Auge gefasst, bis vor kurzem der Treffpunkt für den Grevener Top-Tennis-Club, der mit der DJK-Tennisabteilung verschmolzen ist.

Besitzer Bernhard Averbeck begrüßt die Ditib-Pläne: „Dann ist das Gelände auch ordentlich aufgeräumt.“ Bei einer Bürgerversammlung habe es keine Kritik an den Moschee-Plänen gegeben.

Immer vorausgesetzt, dass der Verein die Finanzierung gestemmt bekommt, soll ein kleines Moschee-Gebäude mit einer Kuppel und zwei Nebengebäuden entstehen. Ein Minarett ist nicht vorgesehen. Der Verein rechnet damit, in drei Monaten konkretere Angaben zu seinen Plänen machen zu können.

Zuschüsse aus der Türkei übrigens, so ist zu hören, gibt es nicht. Der Ditib-Dachverband in Köln steht unter Leitung des staatlichen Präsidiums für religiöse Angelegenheiten der Türkei. Die Ditib-Imame werden durch den türkischen Staat finanziert. Die kosten für Gemeindegebäude werden grundsätzlich von den Mitgliedern übernommen.

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