Das pädagogische Konzept für die neue Kita
„Spielend lernen!“

Reckenfeld -

Es sieht zwar noch nicht so aus. Aber: Der neue Kindergarten an der Steinfurter Straße in Reckenfeld wird wie geplant im Herbst fertig. Das sagt jedenfalls die Stadtverwaltung.

Donnerstag, 18.01.2018, 06:56 Uhr aktualisiert: 18.01.2018, 07:00 Uhr
Die Baustraße wird angelegt: Obwohl von der neuen Outlaw-Kita an der Steinfurter Straße noch nicht viel zu sehen ist, soll der Bezugstermin Herbst 2018 gehalten werden.
Die Baustraße wird angelegt: Obwohl von der neuen Outlaw-Kita an der Steinfurter Straße noch nicht viel zu sehen ist, soll der Bezugstermin Herbst 2018 gehalten werden. Foto: Rosemarie Bechtel

Der Bau ist genehmigt, der Architekt hat seine Planungen schon vor Monaten vorgestellt. Aber von einer Baustelle ist derzeit noch nicht viel zu sehen an der Steinfurter Straße zwischen Mozart-Viertel und Edeka. Dennoch: „Der neue Kindergarten wird wie geplant im Herbst fertig“, bestätigt die Stadt. Dass die neue Kita nicht gleich zu Beginn des neuen Schuljahres fertig sei, wüssten die Eltern.

Wie berichtet, soll an der Steinfurter Straße vom Büro Schlüter eine Vier-Gruppen-Einrichtung entstehen. Zunächst hatte die Verwaltung mit drei Gruppen geplant. Aber angesichts der steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen, angesichts eines zu erwartenden Zuzugs bei Ausbau der Ortsmitte hatte sich der Planungsausschuss entschlossen, dort gleich größer zu bauen. Sollten zu Beginn noch nicht alle Räume belegt sein, wird der Mietausfall vorübergehend aus dem Stadtsäckel beglichen.

Träger des neuen Kindergartens wird der Jugendhilfeverband Outlaw sein. Der Verband, vor vielen Jahren in Greven gegründet, ist mittlerweile bundesweit unterwegs. In Greven betreibt er eine Wohngruppe für junge Menschen und bietet „ambulante Hilfen zur Erziehung“ an. Deutschlandweit hat der Verband aber bereits 50 Kitas. Outlaw hat sich deshalb intensiv damit auseinandergesetzt, wie eine Kita-Arbeit auf hohem pädagogischen Niveau aussehen kann und dafür das „Grundkonzept Kita & More“ entwickelt. Das Motto: „Spielend lernen!“

Wörtlich heißt es in dem Outlaw-Konzept: „Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir um die Bedeutung des Spiels in der kindlichen Entwicklung. Kinder haben in ihrem Kindsein das Recht darauf, das, was sie ausmacht, zu sein: Kinder, die den Herausforderungen des Lebens spielerisch begegnen. Das, was sie brauchen, um sich zu entwickeln, sollen sie in unseren Einrichtungen bekommen: Ausreichend Freiräume, ihrem selbstbestimmten Tun nachzufolgen.“ Aber auch eine Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, Förderung der Interaktion mit Gleichaltrigen, eine gute Verankerung im Viertel, Integration und Inklusion sind wichtige Ziele der Outlaw-Kita-Arbeit. „Es ist unsere Aufgabe, das Kind nicht nur innerhalb der Kita zu betrachten, sondern immer im Kontext, in dem es lebt“, heißt es im Outlaw-Konzept.

Die neue Outlaw-Kita wird, wie berichtet, nicht allein auf der großen Wiese an der Steinfurter Straße zwischen Edeka und Mozartviertel stehen. Hinter der Kita sind vier Doppelhäuser geplant. Davor, Richtung Steinfurter Straße, wird ein Wohnheim der Caritas für 24 Menschen mit einer Behinderung entstehen. Doch bis dieses Gebäude gebaut wird, kann es noch dauern. „Wir warten noch auf die Baugenehmigung“, sagt Caritas-Chef Bernward Stelljes. „Die Bauarbeiten werden wohl nicht parallel zum Bau der Kindertagesstätte laufen können. Wir können über den Baubeginn noch nichts sagen.“

► Infos zum pädagogischen Konzept gibt es unter http://www.outlaw-ggmbh.de/kita-reckenfeld/paedagogisches-konzept/

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