Einwohnerzahlen
Auf dem aufsteigenden Ast

Greven -

Ende des Jahres 2016 lebten 37 097 Menschen in Greven – behauptet IT NRW. Laut Stadtverwaltung waren es dagegen sogar 38 110 Menschen.

Freitag, 19.01.2018, 11:00 Uhr

Ende des Jahres 2016 haben 37 097 Menschen in Greven gelebt. Das jedenfalls geht aus den Daten von IT NRW als amtlicher Statistikstelle des Landes hervor. Demnach stieg die Zahl der Einwohner seit 2011 um rund 2500 an.

Und wie immer passen die Zahlen der Statistiker nicht zu den Angaben der Stadtverwaltung, die auf den Daten des Einwohnermeldeamtes beruhen. Denn laut Angaben der Stadtverwaltung lebten am Ende des Jahres 2016 sogar 38 110 Menschen in Greven, also rund 1000 mehr. Wolfgang Jung, städtischer Pressesprecher, konnte auch die aktuellste Zahl vom Ende 2017 mitteilen: am 31. Dezember hatte die Stadt bereits 38 525 Einwohner. Was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 415 Bewohnern entspricht.

Einig sind sich Stadt und IT über die Geschlechtsverteilung der Bevölkerung. Demnach sind Frauen in der Emsstadt knapp in der Mehrheit (50,6 Prozent; in Zahlen 448 mehr Frauen).

Die unterschiedlichen Zahlen ergeben sich laut Jung aus unterschiedlichen Zählweisen und Hochrechnungen. Die Stadt geht von ihrem Melderegister aus. IT NRW macht auf seiner Homepage darauf aufmerksam, dass sich der Standard der Datenlieferung von den Meldebehörden an die Statistikämter ändere.

Dass zwischen der Landes- und der Gemeindestatistik eine Lücke klafft, hat allerdings handfeste Folgen. Bei der Berechnung von Landeszuweisungen an die Kommune, etwa die Schlüsselzuweisungen, geht Düsseldorf von den Zahlen von IT NRW aus.

„Für unsere eigenen Berechnungen nehmen wir die städtischen Zahlen“, sagt Wolfgang Jung. Das betrifft etwa die Bedarfsberechnungen für Schulen und Kitas. Hier ist es natürlich auch notwendig, dass man die Entwicklung in den verschiedenen Stadtbezirken unter die Lupe nimmt. Wichtig bei diesen Planungen ist natürlich auch die Zusammensetzung der Jahrgänge. Ende 2016 gab es in Greven 2372 Kinder im Alter von null bis fünf Jahren. Davon waren 278 Ausländer, 493 hatten eine doppelte Staatsbürgerschaft. Zusammen also 771 Kinder mit klarem Migrationshintergrund, oder 32 Prozent. Interessant bei jeder Statistik ist auch, was sie nicht enthält. Kinder mit Eltern, die aus anderen Ländern kommen, aber Deutsche sind, tauchen in dieser Statistik nicht auf. Dies gilt für alle Russlanddeutschen oder Aussiedler, ebenso wie für ehemalige Türken mit deutschem Pass.

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