Svenja Haake über lange Drehtage und wahre Freundschaften
Im Schrank der Shopping-Queen

Greven -

Shopping-Queen Svenja Haacke erzählt von ihren Erlebnissen während der Dreharbeiten für die gleichnamige Sendung.

Sonntag, 21.01.2018, 12:45 Uhr aktualisiert: 21.01.2018, 14:22 Uhr
Hier hat Svenja Haacke  ihre Schätze gelagert: im begehbaren Schrank. Und man sieht gleich: Die 29-jährige Neu-Grevenerin hat farblich für jede Stimmung das passende Outfit auf dem Bügel.
Hier hat Svenja Haacke  ihre Schätze gelagert: im begehbaren Schrank. Und man sieht gleich: Die 29-jährige Neu-Grevenerin hat farblich für jede Stimmung das passende Outfit auf dem Bügel. Foto: Günter Benning

Da passt kein Bügel mehr dazwischen. Svenja Haacke (29) steht zwischen Blusen, Pullis und Blousons in ihrem begehbaren Schrank. Hinten am Spiegel hängt das Hochzeitskleid. Viel beige und braun bei den Jacken, bei den Hemden kann‘s auch schon mal blaues Karo sein. So sieht es also bei einer Shopping-Queen Zuhause aus. Voll, und alles andere als eintönig.

Dabei hat die 29-jährige aus Lemgo heute Abend mal in einer eleganten schwarzen Bluse mit weißen Punkten empfangen. Dunkel seriös, wie es zu einer Büroleiterin der DBK in Osnabrück passt.

Die jüngste Gewinnerin der Shoppen-Show von Guido Maria Kretschmer wohnt in einem hübschen Reihenendhaus an der Philipp-Manz-Straße. Und ist selbst überrascht darüber, wie eine Fernsehsendung wirkt: „Unfassbar, was für Kreise das gezogen hat. Sogar mein Revisor hat mich erkannt.“ Revisoren von Versicherungen gelten ja nicht unbedingt als typische Gucker des Vorabendprogramms von Vox.

Aus Neugierde beworben

„Ganz blauäugig“, sagt Svenja Haacke, habe sie sich bei der Kretschmer-Sendung beworben. Aus Neugierde. „Man geht dann durch mehrere Castings“, schildert sie. Und schließlich ist man, mit Talent, in der Sendung.

Und das ist kein Zuckerschlecken. Gedreht wurde für die neue Staffel nämlich schon im Januar letzten Jahres. „Morgens um halb zehn kamen die Kamerateams“, sagt Svenja Haacke. Und dann ging es bis abends um zehn. Einmal sogar bis kurz vor Mitternacht. Kameraleute, Realisatoren, Aufnahmeleiter – sie alle marschierten mit auf die Einkaufstour nach Münster. Mitten im Winterschlussverkauf.

„Shopping Queen“-Folgen aus Münster

1/10
  • Fünf Frauen konkurrieren in Münster vom 8. bis zum 12. Januar um den Titel „Shopping Queen“: (v.l.) Lena, Svenja, Jacqueline, Jenny und Selma.

    Foto: privat
  • Den Auftakt macht am Montag die Münsteranerin Selma.

    Foto: Vox
  • Die Ergotherapeutin sucht, begleitet von Ehemann Michel, Klamotten, die zum Wochen-Motto „Winterwonderland – finde den perfekten Look rund um deine neuen Winteraccessoires!“ passen.

    Foto: Vox
  • Am zweiten Tag stellt sich Svenja in Münster ein Outfit für 500 Euro zusammen.

    Foto: Vox
  • Auch für die 28-jährige Fachwirtin für Versicherungen und Finanzen ist der Shopping-Trip ein Heimspiel: Sie wohnt in Münster.

    Foto: Vox
  • Am Mittwoch tritt Jenny an. Die 38-jährige Juristin aus Dülmen ist eine echte Pink-Fanatikerin.

    Foto: Vox
  • Sie weiß, wie man um eine Krone kämpft: Lena Bröder ist 2016 zur Miss Germany gewählt worden.

    Foto: Vox
  • Mit Shopping-Begleitung Maximilian sucht die 27-Jährige ein passendes Winter-Outfit.

    Foto: Vox
  • Jacqueline Wilke ist die älteste Kandidatin im Bunde. Die 50-Jährige hat vier Kinder und zwei Enkelkinder.

    Foto: Vox
  • Mit ihrer Tochter Janina geht sie auf Shopping-Tour. Ob sie am Ende das Preisgeld von 1000 Euro einstreicht?

    Foto: Vox

„Das war Fluch und Segen zugleich“, sagt die Shopping-Queen. Denn einerseits gab‘s Schnäppchen. Andererseits waren die tollsten Stücke schon weg. 500 Euro hatte sie, um sich in vier Stunden einzukleiden. Ihr bestes Schnäppchen: Ein paar Schuhe, die von 329 auf sagenhafte 96 Euro reduziert waren. Ansonsten gilt für die Sendung: Rabatt gibt‘s nur, was andere Kunden auch bekommen. Keine Sonderbehandlung.

Zwischen Glücksgriffen und Wermutstrophen

Ein Glücksgriff war sicher, dass Svenja mit David Haacke unterwegs war. Der Gatte, Verkaufstrainer von Beruf, gab Tipps und war die Ruhe in Person. „Ich gehe sonst auch wohl mit zum Shoppen“, gibt er zu, „alles – bis zu zwei Stunden.“

Guido Maria Kretschmer, der in der Sendung immer seitlich reingrätscht („Mädchen, mach den Schal weg“), fand Svenja Haacke „ganz natürlich und überhaupt nicht abgehoben“. Sie hat den Star-Designer in Berlin kennengelernt.

Mit ihren Konkurrentinnen versteht sie sich übrigens noch heute: „Wir sind gute Freundinnen.“

Der einzige Wermutstropfen im Leben einer Shopping-Queen: „Der Shitstorm auf Facebook, bei dem meine Kolleginnen persönlich beleidigt werden – das ist einfach unmöglich.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5439389?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker