Daten zur Bevölkerung
Zehn 100-Jährige und mehr Zahlen

Greven -

Das, was vor zehn, 20 Jahren noch die große Ausnahme war, wird immer mehr zur Normalität. In Greven leben zehn Menschen, die älter als 100 Jahre sind. Diese, und viele weitere Zahlen liefern die „Daten zur Bevölkerung“, eine Statistik-Sammlung, die die Stadtverwaltung einmal im Jahr herausbringt.

Mittwoch, 24.01.2018, 08:46 Uhr aktualisiert: 24.01.2018, 08:50 Uhr

Der Mensch neigt dazu, andere Menschen in Schubladen zu packen. Ostfriesen sind doof und alle Bayern tragen einen Seppelhut und trinken permanent Bier. Dass das nicht stimmt – jedenfalls in den meisten Fällen nicht – ist oft nicht so wichtig. Wie Ostfriesen und Bayern zu bewerten sind wissen wir also, aber in welche Schublade passt eigentlich ein durchschnittlicher Grevener? Da lohnt doch ein Blick in die Statistik, die die Stadtverwaltung jetzt heraus gebracht hat.

Demnach ist ein typischer Grevener weiblich (50,6 Prozent), ist 43 Jahre alt, lebt im Stadtkern (65,67 Prozent) rechts der Ems (49,98 Prozent), ist verheiratet (46,35 Prozent), Deutscher (89,64 Prozent) und ist römisch-katholisch (49,97 Prozent). Ist doch mal eine Ansage. Aber: Die Zahlen der Stadtverwaltung bieten noch viel mehr.

So zum Beispiel die so genannte Bevölkerungsbewegung. Greven ist eine der wenigen Städte, die mehr Zuzüge (2286) als Wegzüge (1909) vermelden kann. Und was noch besser ist: In Greven werden mehr Menschen geboren (417), als Menschen sterben (379). Aus beidem zusammen ergibt sich ein Plus von 415 Einwohnern auf nun (Stand 31. Dezember 2017) 38 525 Einwohner.

Zehn Einwohner Grevens sind übrigens über 100 Jahre alt. 100 Prozent davon sind – natürlich – Frauen. 386 Greven sind älter als 90 Jahre. 4334 Greven sind zehn Jahre und jünger. Immerhin gibt es damit mehr Kinder unter zehn Jahren als Hunde (knapp 3000) in Greven.

Weitere Zahlen drehen sich um die Konfession. So traten im Jahr 2016 insgesamt 159 Menschen aus der katholischen und evangelischen Kirche aus. Somit kehrten in den zehn Jahren von 2006 bis 2016 rund 1500 Menschen den Kirchen den Rücken. Waren 1997 noch 64 Prozent der Grevener katholisch und 18,89 Prozent evangelisch, nahm deren Zahl im vergangenen Jahr auf 49,97 katholisch und 17,65 Prozent evangelisch ab.

Die Zahl der Menschen mit einer sonstigen oder keiner Religionszugehörigkeit stieg dagegen von 17,03 Prozent (1997) auf 32,38 Prozent (2017) an.

Das hat sicherlich auch mit Zuwanderung von Ausländern zu tun. 1997 lag deren Anteil an der Gesamtbevölkerung bei 6,47 Prozent, im vergangenen Jahr bei 10,36 Prozent.

Vor 20 Jahren stammte die größte Gruppe der in Greven wohnenden Ausländer aus der Türkei (784), gefolgt vom ehemaligen Jugoslawien (388) und Italien (188). Im vergangenen Jahr kam die größte Gruppe aus Polen (635), aus der Türkei (497), aus Syrien (357) und aus dem Kosovo (289).

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Weitere interessante Zahlen gibt es in der Broschüre „Daten zur Bevölkerung 2017“ auf der Homepage der Stadt Greven als pdf.

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