Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr
Jede Menge Einsätze und eine neue Leiter

Greven -

Weniger Feuerwehreinsätze, viele Rettungsdiensteinsätze und allerhand Personalien: bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am Freitagabend im Ballenlager ging es wieder um weit mehr, als nur ums Retten, Löschen, Bergen und Schützen.

Sonntag, 28.01.2018, 16:32 Uhr aktualisiert: 30.01.2018, 17:23 Uhr
Neuaufnahmen, Verabschiedung, Beförderung und Ehrung: Am Ende der Versammlung wurde das Gruppenfoto geschossen.
Neuaufnahmen, Verabschiedung, Beförderung und Ehrung: Am Ende der Versammlung wurde das Gruppenfoto geschossen. Foto: Jens Keblat

Insgesamt 73 Mal sind die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 2017 zu gemeldeten Bränden ausgerückt, 214 Mal wurde die Wehr zu Technischen Hilfeleistungen alarmiert. Damit rückte die Feuerwehr ein paar Mal weniger aus, als noch im Jahr zuvor, erklärte Matthias Wendker als Leiter der Feuerwehr am Freitagabend.

Demnach seien in 2017 keine Brandtoten zu beklagen gewesen, lediglich eine Person habe man bei einem Brandeinsatz aus allergrößter Not retten müssen. Der schwere Verkehrsunfall mit zwei Toten auf der Edeka-Kreuzung B481/B219 blieb im vergangenen Jahr der einzige derart dramatische Einsatz. Durchaus ärgerlich: Fünf Mal musste die Feuerwehr infolge böswilliger Absicht ausrücken.

Der Rettungswagen rückte in den vergangenen zwölf Monaten 2493 Mal (6,8 Einsätze pro Tag) aus, die 1275 Einsätze des Notarztes verteilen sich zu je rund 50 Prozent auf die Rettungswache und die MHD-Rettungswache. Damit war das Einsatzjahr 2017 ein ganz durchschnittliches für die Feuerwehr.

Lobende Worte dafür fand Bürgermeister Peter Vennemeyer in seinem Großwort: „Sie leisten eine hervorragende, unverzichtbare Arbeit für die Stadt und ihre Bürger. Sie opfern Ihre Freizeit, nehmen Gefahren, mitunter Lebensgefahr zum Schutz Ihrer Mitbürger – dafür meinen tiefen Respekt.“

Angesichts der weiterhin mehr werdenden Arbeit im Rettungsdienst soll die Rettungswache in diesem Jahr mit 15 statt bisher 13 Stellen ausgestattet werden. Neben den zahlreichen Einsätzen widmete sich die Feuerwehr auch wieder stark dem vorbeugenden Brandschutz

Wendker nutzte mit gewohnt deutlichen Worten, die jüngsten Entwicklungen in der Einsatzstatistik wie auch im gesamten Feuerwehrwesen zu kommentieren und kritisieren. Besonders deutliche Worte fand er nicht nur für die neue Laufbahnverordnung für die Feuerwehren, die eine Anhebung der Altersgrenze von 60 auf bis zu 67 Jahren mit sich bringt, sondern auch ermöglicht, „dass Mitglieder ohne jegliche feuerwehrtechnische Ausbildung nun den Dienstgrad Feuerwehrmann bekommen sollen.“

Erfreuliches aus dem Beschaffungswesen: nach der Beschaffung eines kleinen Dienst-Pkw in 2017 sowie der in den kommenden Tagen bevorstehenden Auslieferung der neuen Mittleren Löschfahrzeugs für den Löschzug Gimbte, soll ebenfalls in Kürze die Ausschreibung einer neuen Drehleiter erfolgen. Im nächsten Jahr soll das dann 22 Jahre alte Fahrzeug ersetzt werden. Kostenpunkt: rund 600 000 Euro. Unverändert hingegen bleibt vorerst die Lage hinsichtlich der Gerätehäuser. Vennemeyer: „Im Westen nichts Neues.“

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