Beruhigung in der Marktstraße
Wenig Gegenliebe für die Poller

Greven -

Die Stadt hat Umfragezahlen ermittelt. Diese Zeitung hat ebensolche Fragen gestellt. Die Ergebnisse sehen anders aus. Polller finden wenige Freunde.

Dienstag, 20.02.2018, 10:34 Uhr aktualisiert: 21.02.2018, 17:54 Uhr
Die meisten Teilnehmer der Umfrage sind gegen Poller.   Rund 250 abgegebene Stimmen – ergaben ein relativ deutliches Ergebnis gegen Poller.
Die meisten Teilnehmer der Umfrage sind gegen Poller.   Rund 250 abgegebene Stimmen – ergaben ein relativ deutliches Ergebnis gegen Poller. Foto: Günter Benning

Das Vorhaben der Stadt, die Grevener Fußgängerzone mit versenkbaren Pollern abzuriegeln, stößt bei den Bürgern auf Unverständnis und Ablehnung.

Eine Umfrage auf der Internet-Seite unserer Zeitung kam zu einem recht deutlichen Ergebnis.

► Auf die Frage, ob die Marktstraße außerhalb der Lieferzeiten durch Poller versperrt werden soll, antworteten 55 Prozent von 252 Umfrage-Teilnehmern mit „Nein“. 28 Prozent sprachen sich dafür aus und 17 Prozent gaben an, dass es ihnen egal sei.

►Die Frage, ob sie sich durch den Lieferverkehr in der Fußgängerzone gestört fühlen, beantworteten 48 Prozent mit „nie“, 23 Prozent mit „wenig“. Nur 39 Prozent der insgesamt 261 Teilnehmer gaben an, sich durch den Lieferverkehr „stark“ bis „sehr stark“ gestört zu fühlen.

►Beim Thema Radfahren in der Fußgängerzone waren die Meinungen durchmischter. 44 Prozent von 260 Befragten gaben an, dass sie das unerlaubte Radfahren in der Fußgängerzone „stark“ bis „sehr stark“ störe, 56 Prozent sagten, es störe sie „wenig“ bis gar nicht“.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook hat das Thema eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Die Kommentare fallen zum allergrößten Teil negativ aus. Nur wenige begrüßten im Kommentarbereich die Maßnahme öffentlich. Wenn eine Abschottung der Fußgängerzone befürwortet wird, dann eine, die auch Radfahrer tagsüber vom Befahren abhält, was die Poller allein jedoch nicht können.

Der Tenor der meisten Beiträge ist eindeutig: Viele Grevener finden, dass 95 000 Euro, an denen die Stadt zu 30 Prozent beteiligt sein wird, an anderen Stellen deutlich sinnvoller investiert werden könnten.

Auch die Stadt hatte im Vorfeld der Maßnahme eine stichprobenartige Befragung durchgeführt. Dabei wurden jedoch nur 88 Passanten und 54 Anwohner befragt.

Verallgemeinerbar sind diese Ergebnisse zwar nicht, aber sie zeigen, dass die Poller-Pläne der Stadt keine große Zustimmung finden.

Zum Thema

Zur Umfrage: www.wn.de/poller

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