Keine Öffentlichkeit
„Schwere Sexualtat“ – ein Verfahren ohne Publikum

Greven / Rheine -

Vier Angeklagte stehen in Rheine wegen einer schweren Sexualtat vor Gericht. Einer von ihnen kommt aus Greven. Die Sitzung findet nichtöffentlich statt.

Montag, 19.02.2018, 19:34 Uhr aktualisiert: 21.02.2018, 17:54 Uhr
Justitia mit der Waage. Sinnbild der Gerechtigkeit.
Justitia mit der Waage. Sinnbild der Gerechtigkeit. Foto: Colourbox.de

Erwartungsgemäß wurde am Montagmorgen die Öffentlichkeit vor der Anklageverlesung gegen vier Angeklagte aus Greven, Saerbeck und Emsdetten wegen „einer schweren Sexualstraftat“ (Zitat des Richters) ausgeschlossen, weil drei der Angeklagten noch jugendlich und somit unter 18 Jahren sind.

Nur einer war 20 Jahre alt und im Sinne des Gesetzes Heranwachsender. Deswegen war die Verhandlung am Amtsgericht in Rheine ursprünglich öffentlich. Zum Schutze der Persönlichkeitsrechte der Jugendlichen und der oder des Opfers schloss das Gericht mit Zustimmung aller Beteiligten die Öffentlichkeit aus, wie der Richter erklärte.

Bemerkenswert war, dass einer der Anwälte aus Greven den Aushang vor dem Gerichtssaal mit den Namen der Angeklagten, Richter und Schöffen mit seinem Handy fotografierte.

Das Urteil, vorgesehen für den 5. März, wird öffentlich verkündet.

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