Mo., 12.03.2018

Serie Reckenfelder Köpf: Helmut Getta Mit 80 Jahren vielfältig aktiv

Helmut Getta. Er steht vor dem ehemaligen Schulgebäude(dem ältesten Teil der ehemaligen katholischen Schule) in Reckenfeld . Hinter diesen Fenstern drückte er die Schulbank.

Helmut Getta. Er steht vor dem ehemaligen Schulgebäude(dem ältesten Teil der ehemaligen katholischen Schule) in Reckenfeld . Hinter diesen Fenstern drückte er die Schulbank. Foto: Rosemarie Bechtel

Reckenfeld - 

Er ist 80, aber kein bisschen unaktiv. Helmut Getta, Reckenfelder Urgestein, im heutigen Porträt.

Von Rosemarie Bechtel

Der gebürtige Reckenfelder Helmut Getta hat das Wachsen und Gedeihen seines Heimatortes von Anfang an erlebt.  Er erinnert sich an die Zeiten, als katholische und evangelische Kinder noch in getrennte Schulen gingen.  Er selbst besuchte die katholische Schule.

Das alte Gebäude kann er jetzt von seinem Wohnzimmerfenster aus sehen.  Die Klassen waren klein und es gab einen Lehrer pro Jahrgang.

„Nur als die Polen hierher kamen, mussten wir für gut sechs Monate die Herberner Schule besuchen und da waren alle Jahrgänge gemeinsam in einer Klasse“, erinnert sich Getta,

Seit genau achtzig  Jahren lebt er hier und machte sogar seine Ausbildung zum Polsterer im Ort bei der damaligen Polsterei Lück.

1971 wechselte Getta dann nach Münster und arbeitete zuletzt bis zur Rente  bei der Markenfirma Escada.

Wer Helmut Getta sieht, könnte auf die Idee kommen, einen sportlich aktiven Mann vor sich zu haben. „Nein, Sport habe ich so gut wie nie gemacht. Ich war mal zehn Jahre in einem Radsportverein in Greven, doch das ist schon länger her“, sagt er.

Die Gartenarbeit auf seinem ehemaligen 1300 Quadratmeter großen Grundstück an der Emsdettener Landstraße hat ihn fit gehalten.

„Vierhundert verschiedene Pflanzen hatte ich in meinem Garten und je älter ich wurde, umso mehr wurde reduziert“.  

2014 zog er dann mit seiner Frau in den roten Rundbau am Kreisverkehr, trat vor drei Jahren dem Reckenfelder Bürgerverein bei und leitet inzwischen die Fahrradwerkstatt, die Räder an die Flüchtlinge ausgibt.

Alle kennen ihn und vor allem die Kinder rufen schon von weitem „Helmut“, wohl wissend, dass er auch schon mal eine Süßigkeit in der Tasche hat.

Der Blick aus seinem Wohnzimmerfenster direkt auf die Flüchtlingsunterkunft in seiner ehemaligen Schule brachte eine entscheidende Wende in sein Leben. „Irgendwann wurde es langweilig, nur noch vor dem Fernseher zu sitzen“, schmunzelt er. Also wurde er aktiv, kümmerte sich um Flüchtlinge, schleppte dort Möbel an, „damit sie es etwas gemütlicher haben“, reparierte Fahrräder und ist natürlich im ReBüVe aktiv.

Er ist sehr interessiert daran, dass Reckenfeld schöner wird.

Sehr am Herzen liegt ihm auch die Prostata-Selbsthilfegruppe in Rheine die er gleichberechtigt mit zwei weiteren Vorsitzenden leitet: . 



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