Mo., 12.03.2018

Fluch und Segen der Smartphones Kösters Anleitung für Handynutzer

Pädagoge Köster.

Pädagoge Köster. Foto: Lernen fördern

Greven - 

Durchschnittlich 2617 Mal berühren wir das Display unseres Handys am Tag (Jugendliche sogar 30 000 Mal) und 88 Mal nehmen wir es in die Hand. Das heißt im Schnitt alle zehn Minuten. Für Lernen fördern e.V. Grund genug, zu diesem Thema einen Vortrag anzubieten. Er fand in der ausverkauften Grevener Kulturschmiede mit dem Titel „Immer App-to-date! Fluch und Segen der Generation Handy“ mit dem Referenten Peter Köster statt.

Köster war bereits im November zu Gast beim Lernen fördern und füllte zum Thema „Pubertät“ ebenfalls die ganze Kulturschmiede.

Die digitale Welt gewinnt zunehmend an Bedeutung. 1998 hatten gerade mal acht Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen ein Handy, 2002 bereits 86 Prozent und heute ist das Handy bereits flächendeckend vertreten.

Das Handy, oder wie man es heute nur noch nennt, das „Smartphone“, macht Druck. Das steht außer Diskussion, so Köster. Wer aber klare Regeln festlegt, als Vorbild handelt und im besten Falle einen Handynutzungsvertrag mit seinem Kind vereinbart, kann sich das Leben deutlich erleichtern.

Wenn die Kids die Verantwortung für diese selbst aufgestellten Regeln übernehmen, dann sind sie reif fürs Handy. Schwarz malen oder so tun, als gäbe es diese Problematik nicht, ist falsch. Eltern und Pädagogen müssen die Jugend in der analogen Welt stark machen und sie gut vorbereiten, erst dann werden sie auch in der digitalen Welt klarkommen.

Beziehung und Vertrauen aufbauen, sind dafür entscheidende Dinge. Je sicherer die Bindung an die Familie ist, desto geringer ist das Handynutzungsbedürfnis der Jugend. Andernfalls wird das Bedürfnis nach Zugehörigkeit durch die Möglichkeiten des Smartphones gestillt. Das Smartphone bietet aber auch viele Vorteile: der Alltag lässt sich gut organisieren, Verabredungen können kurzfristig vereinbart werden und Eltern können schnell informiert werden. Köster stellte viele nützliche Apps und jugendfreundliche Suchmaschinen vor, auf denen Eltern sich über die sichere Nutzung des Handys informieren können.



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