Klaus und Karin Gerdemann führen ihr Familienunternehmen
Mehr als nur Traktoren

Greven -

120 Jahre Gerdemann in Greven – das ist schon eine beeindruckende Unternehmensgeschichte. Begonnen hat sie 1898 mit Josef Gerdemann, dem Urgroßvater des heutigen Inhabers Klaus Gerdemann. Dem folgte sein Sohn Heinrich Gerdemann und dann dessen Sohn Josef Gerdemann, der schon mit Mitte 20 den Betrieb seines Vaters als Schmiede- und Landmaschinenmeister leitete.

Mittwoch, 04.04.2018, 12:10 Uhr aktualisiert: 04.04.2018, 16:00 Uhr
Ein großes Team von kompetenten Fachkräften um Inhaber Klaus und Karin Gerdemann (im Traktor sitzend) zeichnet das seit 120 Jahren an der Königstraße bestehende Unternehmen Gerdemann Agrartechnik und Maschinenbau aus.
Ein großes Team von kompetenten Fachkräften um Inhaber Klaus und Karin Gerdemann (im Traktor sitzend) zeichnet das seit 120 Jahren an der Königstraße bestehende Unternehmen Gerdemann Agrartechnik und Maschinenbau aus. Foto: Pia Weinekötter

„Er prägte das Unternehmen mit seinem fundierten Fachwissen und ist über Jahrzehnte eine wirkliche Institution in diesem Bereich gewesen“, blickt seine Schwiegertochter Karin Gerdemann zurück.

Seit 2002 war sein Sohn Klaus Gerdemann gemeinschaftlich mit ihm in der Geschäftsführung, bis er 2015 die Leitung übergab. Waren die drei Generationen vor ihm noch von Handwerksausbildungen und Meisterbriefen geprägt, so setzte Klaus Gerdemann zusätzlich auf ein Studium.

Nach seiner Ausbildung zum Industriemechaniker und dem anschließenden Fachabitur studierte der heute 46-Jährige Maschinenbau an der Fachhochschule Osnabrück und wurde auch Schweißfachingenieur.

Zum Gerdemann-Team gehören drei Azubis zum Land- und Baumaschinen-Mechatroniker und 15 weitere Fachkräfte, die Klaus Gerdemann und seine Frau Karin unterstützen, die als ausgebildete Kinderkrankenschwester und zertifizierte Heilpädagogin sowohl als Teilzeitkraft in der Sprachförderung in einem Kindergarten als auch in der Gerdemann-Buchhaltung arbeitet.

„Ohne unsere engagierten und kompetenten Mitarbeiter könnten wir die vielfältigen Aufgaben gar nicht ausführen“, sagt das Unternehmer-Paar.

Und die Aufgaben sind im Laufe der Jahrzehnte immer vielfältiger geworden. Der Unternehmensstandort war jedoch von Anfang an an der Königstraße/Ecke Hansaring: anfangs noch ländlich, heute innerhalb der Stadtgrenzen.

Bei der Betriebsgründung 1898 als Schmiede und Schlosserei waren Pferdefuhrwerke Stand der Technik. Heute prägen Hightech-Landmaschinen, Sondermaschinenbau und individueller Metallbau für Industriekunden, Kommunen und auch Privatpersonen das Portfolio.

„Wir haben uns immer wieder aufs Neue auf die veränderten Anforderungen eingestellt“, erklärt Klaus Gerdemann.

„Im Bereich Landtechnik für Bodenbearbeitung, Melk-, Sä- und Erntetechnik, Traktoren, Fütterungs- und Mischtechnik aber auch Hochdruckreinigern und Rasenmähern sind wir heute nicht nur Lieferant für Neu- und Gebrauchtmaschinen, sondern bieten auch den kompletten After-Sales-Service wie wöchentliche TÜV-Abnahme, Reifenmontage, Prüfstand für Schlepper und Feldspritzen und ein umfangreiches Ersatzteillager“, erläutert Klaus Gerdemann.

Im Maschinen- und Metallbau-Bereich freut sich der Maschinenbau-Ingenieur besonders über „die individuelle Beratung, Entwicklung und Konstruktion von Stalleinrichtungen, Silo- und Industrieanlagen aber auch den Bau von Toren, Zäunen, Überdachungen, Balkonen, Außentreppen aus Stahl oder Edelstahl.“

Seine Freizeit verbringt das Unternehmer-Paar gerne sportlich mit Freunden, Schäferhund Fritz und natürlich seinen Kindern.

Denn die fünfte Generation ist auch schon da: die 13-jährige Marlen und der zehnjährige Lutz haben ihre ersten Fahrversuche dementsprechend nicht mit einem herkömmlichen Bobby-Car sondern mit einem knallroten Case-IH-Tret-Schlepper mit Frontlader gemacht.

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