Greven vor 25 Jahren
Briefkästen und das Ende der Aussteuer

Diebe können ja bekanntlich alles gebrauchen. Ist heute so, war früher so. Aber das, was da die Gauner vor 25 Jahren haben mitgehen lassen, war doch schon recht ungewöhnlich.

Freitag, 06.04.2018, 17:00 Uhr
Das Haus Pechmann (links) wurde vor 25 Jahren abgerissen.
Das Haus Pechmann (links) wurde vor 25 Jahren abgerissen. Foto: WN Archiv

Da wollte ein Grevener am Osterwochenende – vermutliche einen verspäteten – Ostergruß per Post auf den Weg schicken, und stand vor einem Pfosten ohne Kasten. Um genau zu sein, ohne Briefkasten. Da, an der Ecke Grimmstraße / Lessingstraße herrschte gähnende Leere. Die Post hatte damit nichts zu tun, hatte den Briefkasten also nicht abgebaut. Es muss also ein Dieb gewesen sein. Was der allerdings mit dem Postkasten anstellen wollte, blieb wohl sein Geheimnis.

Kurz nach Ostern wurde vor 25 Jahren auch noch eines der letzten „Original“-Häuser am Marktplatz abgerissen. Das Haus Pechmann wurde dem Erdboden gleich gemacht. Das Ende der Stadtkern-Planierung.

Es gab einmal Zeiten, da wurde eine junge Frau zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen mit Geschenken beglückt, die sie vermutlich gar nicht so wirklich haben wollte. Oder sagen wir mal so: Sie hätte sich vermutlich über Anderes viel mehr gefreut. Aber: Eine Frau war eben nur eine gute Partie, wenn sie auch genügend Aussteuer für den künftigen gemeinsamen Haushalt hatte. Doch vor 25 Jahren war diese Zeit anscheinend auch vorbei. Und deshalb löste das Modehaus Ahlert damals seine „Aussteuerabteilung“ auf. Ja, die gab es wirklich. Dort konnten Menschen, die eine junge Frau mit eben solchen Sachen beglücken wollten, Bettwäsche, Tischwäsche und Frottierwaren kaufen. Doch das Modehaus brauchte „Platz für die neue Mode“. Kann man verstehen . . Peter Beckmann

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