Bauvorhaben: Kristiansandstraße
Baustelle mit Herausforderungen

Greven/Kinderhaus -

Ende Februar 2019 sollen die 54 öffentlich geförderten Familienwohnungen der Grevener Firma Sahle an der Kristiansandstraße bezugsfertig sein. Diesen Termin peilt Wohnungsunternehmer Uwe Sahle als Zeitpunkt für die Erstvermietung an.

Donnerstag, 19.04.2018, 18:00 Uhr
Zwei Gebäude mit insgesamt 54 Wohnungen entstehen auf der ehemaligen Tiefgarage an der Kristiansandstraße. Unternehmer Uwe Sahle peilt eine Erstvermietung Ende Februar 2019 an.
Zwei Gebäude mit insgesamt 54 Wohnungen entstehen auf der ehemaligen Tiefgarage an der Kristiansandstraße. Unternehmer Uwe Sahle peilt eine Erstvermietung Ende Februar 2019 an.

Mit Tiefgaragen zu bauen, ist für das Grevener Familienunternehmen nichts Neues. Auf einer bereits vorhandene Tiefgarage zu bauen, indes doch.

„Es war eine Herausforderung für die Ingenieure“, berichtet Uwe Sahle, denn die Vorgabe sei gewesen, dass sich das Haus maximal einen Zentimeter setzen dürfe. Die Tiefgarage sei zwischen 1975 und 1978 gebaut worden, es hätten nicht alle Unterlagen zur Verfügung gestanden, einige Fundamente seien größer als in den Plänen gewesen.

Nach der Grundsteinlegung Anfang April 2017 vergingen vier Monate, bevor im August mit den Bautätigkeiten angefangen wurde. „Wir mussten erst mal eine vernünftige Grundlage schaffen“, erläutert der Unternehmer.

Beide Häuser seien auf gewachsenem Boden neu gegründet und alle tragenden Wände vom Erdreich an hochgemauert worden, berichtet Uwe Sahle. Eine neue tragenden Sohle sei für die Bereiche der Grundflächen der Häuser entstanden.

Eine Besonderheit des Baus sei gewesen, dass die vermieteten Stellplätze trocken bleiben mussten. Etwas, worüber man sich bei Neubauten von Gebäuden mit Tiefgaragen sonst keine Gedanken machen müsse.

Auf der ersten Ebene unter den Wohnungen befinden sich in Zukunft die Stellplätze für die Mieter. Zudem gebe es dort eine kleine Reserve, die vermietet werden könne, erklärt Uwe Sahle. In der zweiten Ebene gibt es 120 Stellplätze, die das Unternehmen Sahle dem Bürgerhaus für Veranstaltungen zur Verfügung stellt.

Auf der Baustelle in Kinderhaus haben auch vier von 33 Flüchtlingen im Alter von 18 bis 37 Jahren gearbeitet, die bei Sahle seit dem 1. Februar eine dreijährige Mauerlehre machen. Das Angebot sei nur für Erwachsene möglich, da die Azubis bundesweit bei Sahle eingesetzt würden. Zurzeit sei die eine Hälfte in der Berufsschule, die andere Hälfte auf dem Lehrbauhof. Die Berichtshefte der Azubis dürften in der Muttersprache verfasst werden und würden dann ins Deutsche übersetzt. Auch der Lehrbauhof ziehe mit, freut sich Uwe Sahle.

„Mir fehlen qualifizierte Facharbeiter“, sagt er, und die Menschen brächten das Potenzial mit. „Ich hoffe, dass sie bei uns bleiben“, fügt er hinzu.

Damit solche Initiativen und die handwerkliche Ausbildung Zukunft haben, setzt Uwe Sahle darauf, dass die Landesregierung noch in diesem Jahr ein Azubi-Ticket analog zum Schüler-Ticket einführt.

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